«Das sieht man auf dem Niveau nicht oft»

Darum gehts
- Johan Manzambi (20) wurde trotz starker Auftritte für die Schweizer Nati nicht für den Golden-Boy-Award nominiert.
- Nationaltrainer Murat Yakin zeigt sich überrascht, als er von der Nichtnomination des Aston-Villa-Profis erfährt.
- Gegen Nordmazedonien wurde Manzambi aus Gründen der Belastungssteuerung zunächst geschont, zeigte nach seiner Einwechslung aber erneut seine Klasse.
Schon an der WM entwickelte sich Johan Manzambi zur wohl meistdiskutierten Personalie im Schweizer Nationalteam. Brachte Murat Yakin den 20-jährigen Shootingstar anfangs des Turniers noch als Edeljoker, kam er irgendwann nicht mehr um Manzambi in der Startelf herum – ehe ihn eine Verletzung ausbremste.
In der Nations League knüpft der wiedergenesene Aston-Villa-Profi in den ersten drei Spielen fast nahtlos an seine WM-Form an, ehe ihn Yakin gegen Nordmazedonien wieder auf die Bank setzt. Ohne Manzambi und vier weitere Stammspieler der vorherigen zwei Partien zeigt die Nati in der ersten Halbzeit einen erschreckend schwachen Auftritt auf dem holprigen Luzerner Rasen.
Yakin lässt Manzambi wegen Belastungssteuerung vorerst draussen
Zwar schiesst Fabian Rieder die Schweiz noch vor der Pause dank gütiger Mithilfe der Nordmazedonier in Führung, doch leistungsmässig steigert sich die Nati erst mit der Einwechslung von Ardon Jashari und vor allem Johan Manzambi zur zweiten Halbzeit.
«Ich hätte Manzambi gerne wieder von Anfang an gebracht. Er trägt die Mannschaft und reisst sie mit», sagt Yakin nach der Partie. Aus Gründen der Belastungssteuerung habe er dem 65-Millionen-Mann beim zweiten Spiel in Luzern innert weniger Tage jedoch eine Pause gegönnt.
Huggel: «Das sieht man auf dem Niveau nicht oft»
Manzambis Wert wird gegen Nordmazedonien nach seiner Einwechslung sofort ersichtlich. «Der Antritt von Manzambi – das sieht man auf dem Niveau nicht oft. Dass ein Spieler mit wenigen Schritten, wenigen Metern so den Unterschied machen kann», lobt ihn Beni Huggel bei SRF.
«Es ist unfassbar, mit wie viel Selbstvertrauen er die Bälle fordert», konstatiert der frühere Nationalspieler. Manzambi würde sich auf mehreren Positionen anbieten, immer die Bälle fordern und wenige Ballverluste einstreuen. «Meistens kommt etwas Gescheites raus dabei», so Huggel.
Auch FCZ-Legende Blerim Dzemaili kommt bei Manzambi ins Schwärmen. «Ich habe in der Nati noch nie so einen Spieler gesehen», schwärmt der frühere Mittelfeldspieler der Nationalmannschaft im Blick-Podcast «Forza».
Wie beurteilst du Johan Manzambis aktuelle Rolle in der Nati?
Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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