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Sunday, November 8, 2026

Wiedersehen dank «Happy Day» – Livia trifft nach 28 Jahren ihre leibliche Mutter in Mexiko

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Livia wurde als Baby aus Mexiko adoptiert und wuchs behütet bei ihren Adoptiveltern Angelika und Silvio in der Schweiz auf. Heute ist die 28-Jährige selbst dreifache Mutter. Die Suche nach ihrer leiblichen Mutter schien für sie und ihre Familie lange aussichtslos.

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  • Bild 1 von 4. Für Livia bedeutet Familie alles: «Sie ist mein grösster Stolz.». Bildquelle: SRF.

    Porträt einer Frau mit langen dunklen Haaren vor einem schlichten Hintergrund.
  • Bild 2 von 4. Livias Freund Marco kontaktiert das Team von «Happy Day». Auch ihre Adoptivmutter Angelika wünscht sich, dass Livia ihre leibliche Mutter endlich kennenlernt. Bildquelle: SRF.

  • Bild 3 von 4. Angelika und Silvio machten nie ein Geheimnis aus der Adoption. Eine Zeit lang dachte die kleine Livia sogar, jedes Kind habe eine Mutter und eine «Bauchmama». Bildquelle: Privat / Livia.

  • Bild 4 von 4. Als Teenie machte sich Livia mehr Gedanken über ihre Herkunft. Bildquelle: Privat / Livia.

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Als Jugendliche beginnt Livia, Fragen zu stellen. «Ich habe mich gefragt, weshalb mich meine Mutter weggegeben hat. Ich dachte, sie wollte mich nicht.» In dieser Zeit hatte sie viele negative Gedanken, die sie geplagt haben. «Es gibt einfach vieles, was ich über meine Wurzeln nicht weiss. Etwas fehlt noch.»

«Wie eine Nadel im Heuhaufen»

Selbst die Adoptionsorganisation in der Schweiz kann bei der Suche kaum helfen. «Sie haben gesagt, es sei, wie eine Nadel im Heuhaufen zu suchen. Die Chancen seien gleich null», erzählt Livia. Ihr Freund Marco schreibt den Ämtern, bekommt aber nie eine Antwort. «Ich wusste, dass ich allein keine Chance habe, vor allem nicht von der Schweiz aus.» Deshalb meldet er sich bei «Happy Day».

In den Adoptionsunterlagen findet Nik Hartmann eine Adresse. Die Schweizer Journalistin Elena Lehmann hilft vor Ort in Mexiko. Als Livia erfährt, dass sie mit Nik nach Mexiko reist, ist sie gerührt. «Ich habe diesen Gedanken immer nach hinten gestellt, weil es für mich allein unmöglich war, überhaupt dorthin zu kommen.»

Spurensuche in Mexiko

Die Spur führt nach Aculco, drei Stunden von Mexiko-Stadt entfernt. Hier steht das Kinderheim, in dem Livia als Baby abgegeben wurde. Im selben Gebäude ist sie im Spital zur Welt gekommen. «Als wir dort angekommen sind, war ich sehr emotional. Ich wusste, dass mich meine Mutter dort abgegeben hat», sagt Livia. «Wenn ich meine Kinder dort lassen müsste, würde mich das zerreissen.»

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  • Bild 1 von 6. Früher seien hier deutlich mehr Kinder untergebracht gewesen, erzählt der Direktor des Kinderheims. Heute leben noch zwölf Kinder hier. Bildquelle: SRF.

  • Bild 2 von 6. Livia ist beeindruckt und erleichtert, dass die Betreiber das Kinderheim mit so viel Herzblut leiten. Bildquelle: SRF.

  • Bild 3 von 6. Trotzdem macht sie der erste Anblick traurig. Bildquelle: SRF.

  • Bild 4 von 6. Der Direktor des Kinderheimes findet heraus, dass Livia in diesem Krankenhauszimmer geboren wurde. Bildquelle: SRF.

  • Bild 5 von 6. Phillippa arbeitete 1997 zwar noch nicht im Kinderheim, hilft aber trotzdem bei der Suche nach Livias leiblicher Mutter. Bildquelle: SRF.

  • Bild 6 von 6. Journalistin Elena Lehmann hilft Nik Hartmann und Livia bei der Suche und bei der Übersetzung. Bildquelle: SRF.

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Philippa vom Kinderheim hat eine überraschende Nachricht: Livias leibliche Mutter wurde gefunden und erklärt sich bereit, zunächst Nik und Elena zu treffen, um ihre Geschichte zu erzählen.

«Sie hatte keine andere Wahl»

Livias leibliche Mutter erzählt, dass sie früh Witwe wurde und allein mit sieben Kindern war, ohne Geld. Sie verliebte sich in einen verheirateten Mann, der ihr versprach, sie zu unterstützen. Doch als sie schwanger wurde, liess er sie fallen. Die Schwangerschaft musste sie verheimlichen: «Wenn die Familie meines verstorbenen Mannes von dem Baby gewusst hätte, hätte sie mich aus dem Haus verstossen. Das konnte ich nicht riskieren.»

Das zu hören, weckt gemischte Gefühle bei Livia: «Mir geht es nicht gut, wenn ich das höre. Aber es gibt mir das Gefühl, dass sie mich nicht einfach so weggegeben hat, sondern dass sie es musste. Sie hatte keine andere Wahl.»

«Ich war nie böse auf dich»

Dann ist der Moment da, auf den Livia schon so lange gewartet hat. Mutter und Tochter lernen sich endlich kennen. «Es hat so gutgetan, von meinem leiblichen Mami in den Arm genommen zu werden. Es zeigt mir, dass sie mich gern hat, auch wenn sie mich 28 Jahre lang nicht gesehen hat.»

Ihre leibliche Mutter, die anonym bleiben will, erzählt Livia: «Sie haben dich direkt mitgenommen, als du auf die Welt kamst. Ich habe nicht einmal dein Gesicht gesehen. Ich hoffe, du verzeihst mir.»

Doch Livia war nie böse auf sie. «Ich bin dir sehr dankbar, dass du mir ein besseres Leben geben wolltest.» Ihre leibliche Mutter ist sprachlos und dankbar: «Ich habe solch ein Glück, dass du meine Tochter bist. Danke, dass du mir verzeihst und mich gesucht hast.»

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