The Jerusalem PostUndecided voters should take a closer look at Bennett’s B’Yachad - opinionPunchBayelsa debunks Nembe-Brass bridge collapse rumour, says road 85% completeESPN DeportesManchester United no levanta y Bournemouth aumenta la ventajaInquirerCagayan pays tribute to PAF pilot killed in midair collisionESPNCam Skattebo bounces back? Aaron Rodgers a top-12 QB? Don't be surprised!ZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDFSky TG24Premio Tenco 2026, il cantautorato è più in salute che mai. Tutti i vincitoriObservador DesportoAeroporto de Amesterdão cancela de voos devido a temporalTagesschauSturmtief "Manja" fegt über Deutschland20 Minuten«Ab 17 Uhr keine Kinder»: Lokal von Reality-Star sorgt für KritikWirtualna PolskaKoniec pewnej epoki w CNN. Dziennikarka odchodzi po 43 latachFootball ItaliaChivu: ‘Injustices’ made Inter stronger against Fiorentina
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, October 25, 2026

Audi kündigt Milliarden-Investition in den USA an

Translate

Der amerikanische Präsident Donald Trump sagte in der Stadt Perry im US-Bundesstaat Georgia, Audi investiere vier Milliarden Dollar in das Werk. Jährlich sollten dort rund 200.000 Fahrzeuge vom Band laufen.

"Glauben an den amerikanischen Markt"

Audi-Chef Gernot Döllner bestätigte die Ausführungen Trumps und erklärte: "Wir planen, unsere größten und hochwertigsten SUVs hier in Macon, Georgia, zu produzieren". Er ergänzte: "Dies ⁠ist ⁠eine langfristige Investition, weil wir an den amerikanischen Markt glauben."

Die Ankündigung des deutschen Autobauers spielt dem amerikanischen Präsidenten in die Hände. Am 3. November stehen in den USA Zwischenwahlen an, und seine Republikaner drohen, die Mehrheit im Kongress zu verlieren. In Georgia wird zusätzlich auch der Gouverneur neu gewählt. Trump will deutlich machen, dass seine Zollpolitik der US-Wirtschaft hilft. ​Der republikanische US-Senator Bernie Moreno sagte, das Audi-Werk wäre "ohne eine wirtschaftsfreundliche Regulierung niemals zustande gekommen".

Produktion soll zu Beginn der 2030er-Jahre starten

Kritiker führen dagegen an, dass die ​von der Trump-Regierung auferlegten Zölle Autos verteuert und Investitionen verzögert haben. Audi importiert derzeit die Fahrzeuge für den US-Markt aus ​Europa und Mexiko. Ein ‌eigenes US-Werk steht seit mehr als einem Jahrzehnt auf der Wunschliste der Ingolstädter.

Audi zufolge sollen durch die Investition rund 4500 Arbeitsplätze entstehen. Der Baubeginn für das Werk in Macon sei für das kommende Jahr geplant, die Produktion solle Anfang der 2030er-Jahre anlaufen. Jährlich sollen rund 200.000 Fahrzeuge gebaut ‌werden. In dem Werk der Volkswagen-Tochter sollen die Modelle Audi Q7, Q8 und Q9 montiert werden, sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem plane ‌Audi, ​jährlich 25.000 Fahrzeuge im benachbarten South Carolina zu bauen, auch für den Export.

Ukraine Kyjiw 2021 | Roter Audi Q7 fährt auf einer Straße
Eines der Modelle, die Audi in den USA fertigen will, ist der Q7Bild: Yuriy Vlasenko/Depositphotos/IMAGO

Volkswagen-Chef Oliver Blume sagte, Nordamerika sei ein fester Bestandteil des Zukunftsplans. Die Region sei ein wichtiger Markt, um profitabel zu wachsen. "Ein mögliches Werk für Audi in den USA würde dafür weitere Voraussetzungen schaffen: Lokalisierte Produkte aus den USA für die USA." Derzeit spielt Audi auf dem US-Markt kaum eine Rolle. Die von Trump eingeführten Zölle hatten den Autobauer im vergangenen Jahr mit 1,2 Milliarden Euro belastet. Der Absatz von Audi ging in den USA in diesem Jahr bislang um 16 Prozent zurück.

Kritische Stimmen aus Deutschland

Ungeachtet der von Präsident Trump und Audi-Chef Döllner gemachten Erklärungen zum Bau eines eigenen Audi-Werkes in den USA steht die Zustimmung des Volkswagen-Aufsichtsrats noch aus, und dort dürfte die Ankündigung für ⁠Gesprächsstoff sorgen. ​Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sagte, es sei strategisch richtig, den US-Markt noch besser zu erschließen. Allerdings dürfe das ​nicht zulasten der deutschen Werke gehen. "Wachstum in Amerika muss Arbeit und Wertschöpfung hier sichern und darf sie nicht verdrängen." Das Stammwerk des Volkswagen-Konzerns, zu dem Audi gehört, befindet sich im niedersächsischen Wolfsburg.

Deutschland Hannover 2026 | Olaf Lies nach Betriebsversammlung im VW-Nutzfahrzeugwerk
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sieht in den Plänen von Audi Chancen, aber auch Risiken (Archivfoto)Bild: Bernhard Herrmann/IMAGO

IG-Metall-Chefin Christiane Benner, die auch stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende bei Volkswagen ist, forderte verbindliche Perspektiven für die Beschäftigten ​an allen Standorten. Ein Sprecher der IG Metall sagte, es sei mehr als befremdlich, wenn ​sich ein deutscher Auto-Boss zum Wahlkampfhelfer eines US-Präsidenten mache, ⁠der aus deutschen Autobauern amerikanische machen wolle.

"Trump hat nie verhehlt, worum es ihm geht: Er will unsere heimische Wirtschaft schwächen, allen voran die Automobilbranche, Wertschöpfung und Arbeitsplätze sollen über den ⁠Atlantik wandern, seine Zollpolitik ist dafür das Werkzeug", sagte ​der IG-Metallvertreter. "Dass Gernot Döllner ausgerechnet in dieser Lage Trump die Hand reicht, ist schwer zu begreifen. Zumal sein eigenes Unternehmen hierzulande Werke und ganze Regionen infrage stellt."

50.000 Jobs sollen wegfallen

Das Volkswagen-Management und der Betriebsrat streiten derzeit über den weiteren Kurs bei dem Autokonzern. VW-Chef Blume will bis 2030 weltweit weitere 50.000 Arbeitsplätze streichen. Ab 2030 steht die Produktion in vier deutschen Werken zur Debatte. Es geht auch um die Audi-Fabrik in Neckarsulm.

View the original on DW Deutsch →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.