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Friday, September 11, 2026

Handwerk, Umzug, IT: Mit diesen Skills kannst du Geld verdienen

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  • Für viele Menschen sind Nebenberufe eine gute Gelegenheit, im Stundenlohn etwas Geld zu verdienen.
  • Von handwerklichen Arbeiten über IT-Aufträge und Gartenarbeit gibt es viele Möglichkeiten.
  • Doch was ist überhaupt gefragt – und womit lässt sich wie viel verdienen? Das zeigt eine neue Auswertung.

Ob Möbelmontage, Computerhilfe, Hundesitting oder Unterstützung beim Aufbau eines Anlasses: Viele Menschen in der Schweiz bieten ihre Fähigkeiten neben Studium oder Hauptberuf an und verdienen sich damit etwas dazu. Eine Auswertung der Schweizer Dienstleistungsplattform KnowS (siehe unten) zeigt, welche Hilfe besonders gefragt ist – und zu welchen Durchschnittspreisen sie gebucht wird.

Handwerker haben besonders gute Chancen

Wer Möbel montieren, Reparaturen erledigen oder Wände streichen kann, hat besonders gute Chancen auf einen Auftrag: Mehr als jeder vierte veröffentlichte Auftrag im 2026 stammt aus dem Bereich Bau und Handwerk.

Ebenfalls häufig gesucht werden Personen für Umzüge, Möbeltransporte oder Räumungen. Dahinter folgen Aufträge rund um Wohnung und Garten – vom Putzen über die Gartenpflege bis zum Aufräumen. Die Auswertung zeigt: Obwohl die Vermittlung digital erfolgt, wird meistens vor Ort angepackt. Fast vier von fünf ausgeschriebenen Aufträgen lassen sich nicht am Computer erledigen.

Die höchsten Preise gibt es in der Beratung

Die grösste Nachfrage bedeutet allerdings nicht automatisch den höchsten Stundenpreis. Besonders gut bezahlen Kundinnen und Kunden Dienstleistungen in den Bereichen Business und Recht. Dazu zählen beispielsweise Beratung, Administration oder Business-Support.

Auch Fachpersonen für IT, Marketing, Design, Film und Fotografie erzielen vergleichsweise hohe Stundenlöhne. Diese Tätigkeiten können zumindest teilweise von zu Hause aus erledigt werden, werden aber weniger häufig ausgeschrieben als handwerkliche Arbeiten.

Hoher Stundenpreis oder viele Aufträge?

Wer seine Fähigkeiten für einen Nebenverdienst einsetzen möchte, muss deshalb zwei Dinge unterscheiden: Wie viel bezahlen Kunden pro Stunde – und wie gross ist die Chance, überhaupt einen Auftrag zu erhalten? Mit Fachwissen in IT, Marketing oder Beratung lassen sich höhere Stundenpreise erzielen. Allerdings werden in diesen Bereichen deutlich weniger Aufträge ausgeschrieben. Das Handwerk verbindet zwei Vorteile: Die Nachfrage ist besonders gross, und mit durchschnittlich 82 Franken pro Stunde liegt auch der Stundenpreis vergleichsweise hoch.

Hast du schon einmal einen Nebenjob ausgeübt?

In Bern sind Umzugshelfer besonders gefragt

Welche Fähigkeiten gesucht werden, unterscheidet sich auch regional. In Zürich, Basel und St. Gallen führen handwerkliche Arbeiten die Rangliste an. In Bern werden dagegen am häufigsten Helferinnen und Helfer für Umzüge und Transporte gesucht.

Basel fällt mit einer überdurchschnittlichen Nachfrage nach Film- und Fotodienstleistungen auf. In St. Gallen werden vergleichsweise viele Aufträge rund um Wohnung und Garten veröffentlicht. Zürich weist sowohl bei Umzügen als auch bei Film und Fotografie erhöhte Werte auf.

Drei von vier Aufträgen werden ausgeführt

Ein veröffentlichter Auftrag führt nicht automatisch zu einem Verdienst. Nach Angaben von KnowS werden aber rund drei Viertel der ausgeschriebenen Arbeiten tatsächlich ausgeführt und bezahlt. Die Plattform wird mehrheitlich von Privatpersonen genutzt, die ihre Fähigkeiten anbieten und sich damit etwas dazuverdienen wollen. Daneben sind auch Selbstständige und kleinere Betriebe aktiv, die über KnowS neue Kundinnen und Kunden suchen.

Was die KnowS-Zahlen zeigen – und was nicht

Für die Auswertung hat KnowS 14’417 Aufträge untersucht, die 2026 auf der Plattform veröffentlicht wurden. Die Zahlen zeigen, welche Dienstleistungen dort gesucht wurden. Laut KnowS wurden rund 76 Prozent der Aufträge anschliessend ausgeführt und bezahlt. Die angegebenen Stundenpreise stammen aus tatsächlichen Buchungen und beziehen sich auf die Arbeitsleistung. Material und weitere Auslagen kommen zusätzlich dazu. Die Werte entsprechen nicht dem Nettolohn: Steuern, Sozialabgaben und weitere Kosten können noch abgehen. Laut KnowS sind rund 80 Prozent der Anbieter Privatpersonen. Daneben sind auch Selbstständige und kleinere Unternehmen aktiv.

Daniel Graf

Daniel Graf (dgr) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Leiter des Ressorts News und seit September 2023 Mitglied der Redaktionsleitung.

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