Kinderporno-Material: Meghan Markles Vater festgenommen

- Thomas Markle, der Vater von Herzogin Meghan, ist in Florida vom FBI wegen Verdachts auf Kinderpornografie festgenommen worden.
- Sein Sohn Thomas Markle Jr. will auf den Philippinen Lagerboxen mit Bildern von angeblichem Kindesmissbrauch gefunden haben.
- Der 82-Jährige weist alle Anschuldigungen zurück und nennt sie «Lügen».
- Ein Brief der ersten Ehefrau vom Januar 2019 enthält laut Medien ebenfalls Missbrauchsvorwürfe gegen Markle.
Thomas Markle wurde in Florida vom FBI festgenommen. Der Vater von Herzogin Meghan steht unter Verdacht, im Besitz von kinderpornografischem Material zu sein. Die «Daily Mail» schreibt, Bundesagenten stürmten das Pflegeheim Maravida Senior Living des 82-Jährigen in Lakeland, Florida, nachdem in den vergangenen Wochen an Orten in Verbindung mit Markle auf den Philippinen und in Mexiko Unmengen an unanständigem Material entdeckt worden waren.
Insider berichten der britischen Zeitung, dass Markle von den Behörden festgenommen wurde.
Behörden fanden Material in mehreren Liegenschaften
Die US-Bundespolizei ermittelte, nachdem Markles Sohn Thomas Markle Jr. (60) behauptet hatte, im Haus seines Vaters auf den Philippinen Lagerboxen mit zahlreichen Bildern von angeblichem Kindesmissbrauch gefunden zu haben.
Vergangene Woche soll zudem weiteres Material in einem Lagerraum entdeckt worden sein, den Thomas Markle Sr. angeblich in Rosarito in Mexiko angemietet hatte. Thomas Markle weist alle Anschuldigungen zurück. Die Vorwürfe bezeichnete er als «Lügen».
Medienberichten zufolge dürfte eine Auslieferung auf die Philippinen unwahrscheinlich sein, da Markle schon seit dem Frühling in einer Reha-Einrichtung in Florida lebte. Ihm war nach einer Erkrankung ein Bein amputiert worden. Eine Demenzdiagnose und damit verbundene kognitive Einschränkungen würden für die Polizei nun auch in den USA zusätzliche rechtliche Hürden bei einer Befragung darstellen.
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Meghan wollte Vorwürfe schon 2019 öffentlich machen
Scotland Yard bestätigte im Oktober, dass die britischen Behörden damit begonnen haben, das FBI über Anschuldigungen zu informieren, die in einem Brief von Roslyn Loveless, der ersten Ehefrau von Thomas Markle Sr., vom Januar 2019 erhoben worden waren. In dem Brief wird ihm laut Medienberichten ebenfalls Kindesmissbrauch vorgeworfen.
Auch Herzogin Meghan erhielt im Januar 2019 Loveless’ Brief. Die 45-Jährige, die seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater hat, wollte offenbar bereits damals mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehen.
Ein Beamter der Abteilung für den Schutz der königlichen Familie der Metropolitan Police soll ihr davon abgeraten haben, die Vorwürfe öffentlich zu machen. Das berichtet die «Times». Meghan sei von dem Beamten gesagt worden: «Überlassen Sie das uns, wir werden die Sache untersuchen.»
Auch Königshaus-Mitarbeiter wussten nicht Bescheid
Meghan stand damals in der Kritik, weil sie den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen hatte. Inzwischen versucht die Polizei offenbar, den betreffenden Beamten zu identifizieren und ausfindig zu machen. Auch ranghohe Mitarbeiter des Königshauses sollen über die schwerwiegenden Vorwürfe nicht informiert worden sein.
Wie die «Times» berichtet, waren selbst die damalige Polizeichefin Cressida Dick und ihr Stellvertreter nicht über den Inhalt des Briefes in Kenntnis gesetzt worden. Eine Quelle behauptete, der Beamte habe das Ausmass der Anschuldigungen nicht erkannt und es versäumt, das Schreiben an seine Vorgesetzten weiterzuleiten.
Herzogin Meghan äusserte sich Ende Oktober
Herzogin Meghan hat sich Ende Oktober nach Bekanntwerden der schweren Vorwürfe gegen ihren Vater geäussert. In ihrer Stellungnahme für das US-Magazin «People» erklärte sie: «Die Nachrichten, die in den vergangenen 24 Stunden ans Licht gekommen sind, erschüttern mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei allen Kindern, die möglicherweise zu Schaden gekommen sind.»
Sie äusserte sich auch zu der seit Jahren bestehenden Distanz zu ihrem Vater und dazu, dass sie ihm keinen Kontakt zu ihren Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) ermöglichen wollte. «Ich hoffe, dass nun verstanden wird, dass es trotz der verzerrten Darstellungen in einigen Medien über die Jahre hinweg nur einen Grund für meine Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung gab, ihm keinen Kontakt zu unseren Kindern zu ermöglichen: ihren Schutz», sagte sie.
Mit Material von Spot On.
Bist du minderjährig und von sexualisierter Gewalt betroffen? Oder kennst du ein Kind, das sexualisierte Gewalt erlebt?
Hier findest du Hilfe:
Kokon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Castagna, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt im Kindes- und Jugendalter
Clickandstop.ch, Online-Meldestelle der Stiftung Kinderschutz Schweiz
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Bist du selbst pädophil und möchtest nicht straffällig werden? Hilfe erhältst du bei Forio, Beforemore und bei den UPK Basel.
Leonie Projer (pro), Jahrgang 1997, ist stellvertretende Leiterin im Ressort People und arbeitet seit Oktober 2022 bei 20 Minuten. Ihre ersten journalistischen Erfahrungen sammelte sie bei Tele M1 und «ArgoviaToday».
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