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Tuesday, October 20, 2026

„Nintendo Switch Sports Resort“ angespielt: Hier muss jeder ran!

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Das im April 2022 veröffentlichte „Nintendo Switch Sports“ war dem Titel zum Trotz kein typisches Sportspiel, sondern vielmehr eine Sammlung von kleinen Geschicklichkeits- und Reaktionstests für den Spaß unter Freunden oder in der Familie. Wer daran Freude hatte, kann beim Nachfolger „Switch Sports Resort“ bedenkenlos zugreifen. Denn das ist im Grunde das Gleiche nochmal – nur jetzt in mehr, etwas schöner und exklusiv auf der Switch 2.

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Die wichtigste Neuerung des Spiels ist der Ort, an dem es stattfindet. Denn dabei handelt es sich um das immergrüne Ferienresort „Wuhu Island“, das seinen Erstauftritt im 2007er „Wii Fit“ feierte und sich seitdem zu Nintendos Standard-Spaß-Location gemausert hat – unter anderem diente es in der Vergangenheit als Schauplatz für „Wii Sports Resort“ und „Pilotwings Resort“ und fand auch seinen Platz in „Mario Kart 7“ und „Super Smash Bros. Ultimate“.

In „Switch Sports Resort“ ist die ereignisreiche Insel Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten: Ihr habt die Wahl unter zwölf Sportarten, von Volleyball über Tennis und Boxen bis zum Bogenschießen und Jetskirasen, die allesamt an unterschiedlichen Locations von Wuhu Island stattfinden. Manche Aktivitäten, wie zum Beispiel das Flugzeugfliegen, erlauben euch auch, die Insel komplett zu erkunden und dabei durch das Aufsammeln von Fotoapparaten etwas über sie zu erfahren.

Vor die Aktivität hat Nintendo mal wieder die Personalisierung gestellt: Wie schon im Vorgänger habt ihr die Wahl, entweder mit eurem aus Wii-Zeiten bekannten Mii loszulegen oder einen „Sportsmate“ zu erschaffen – im Grunde eine etwas detailliertere Variante des Mii. Wenige Gesichtsvarianten, Frisuren oder Augenoptionen definieren das grundlegende Äußere, die eigentliche Personalisierung erfolgt dann über die Klamotten.

Und auch hier bedient sich Nintendo reichhaltig an der Vorlage des ersten Spiels. Denn über jede gespielte Sportart verdient ihr Punkte, die ihr dann im Item-Shop in wöchentlich wechselnde Boni investieren dürft. Darunter befinden sich Kleidung, Sportgeräte, Extraitems oder Bemalungen für Gesichter und Flugzeuge. Über das Erfüllen von Sonderaufgaben innerhalb der Spiele gibts nochmal zusätzliche Klamotten. Wenn ihr also hartnäckig dranbleibt, dann füllt ihr euren Kleiderschrank sehr schnell.

(13 Bilder)

„Nintendo Switch Sports Resort“ bietet zwölf auf simple bedienung heruntergedampfte Sportarten. Darunter Golf… (Bild:

Screenshot heise medien

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Der Vorgänger bot über alle nachfolgenden Updates gerechnet acht Sportarten. Da setzt „Switch Sports Resort“ mit seinen zwölf Startdisziplinen direkt mal einen drauf – was aber gleich wieder relativiert werden muss. Denn zum einen sind drei Spiele als „Hobbysport“ gelistet (Skateboarden, Wasserscooter und Fliegen), außerdem kennt man den Großteil bereits: Spiele wie Tennis, Boxen, Bowling, Golf, Bogenschießen oder Volleyball wurden entweder direkt aus dem Vorgänger oder der „Wii Fit“-Reihe übernommen. Ist man gerade gönnerhaft gelaunt, zählt man das optionale Seilspringen zum Aufwärmen vor Spielbeginn auch als zusätzliche eigene Disziplin, aber ganz grundsätzlich ist der Inhalt von „Switch Sports Resort“ stark recycelt.

Steuerungstechnisch hat sich folgerichtig nicht viel verändert: Sämtliche Sportarten setzen auf die eine oder andere Form von Bewegungssteuerung, die mal mehr, mal weniger gut gelungen ist. Am besten funktionieren die Spiele, bei denen man die anvisierte Bewegung direkt simuliert, wie zum Beispiel beim Tennis, Tischtennis, Golf, Bowling oder Boxen. Auch das Bogenschießen, bei dem man mit dem Joy-Con in der einen Hand die Ausrichtung des virtuellen Bogens bestimmt und mit der anderen die unsichtbare Sehne spannt, macht sehr viel Spaß. Und auch der „Wasserscooter“ ist sehr unterhaltsam umgesetzt. Denn hier hält man beide Joy-Con horizontal nebeneinander, um einen Lenker zu simulieren, während Gas gegeben wird, indem man einen der beiden über das Handgelenk dreht. Klingt umständlich, funktioniert in der Praxis aber echt gut.

Auf der anderen Seite: Was hat sich Nintendo nur beim Skateboarden gedacht? Denn hier beschleunigt man natürlich nicht über das Gedrückthalten eines Knopfes (wie zum Beispiel bei den Tony-Hawk-Spielen dieser Welt), sondern dreht die Joy-Con in den selten genutzten Mausmodus und wischelt pausenlos über Tisch oder Oberschenkel, um Gas zu geben. Was sich leider noch furchtbarer spielt, als es klingt. Denn eine Alternative zur Bewegungssteuerung gibt es nicht.

Natürlich darf man „Switch Sports Resort“ allein spielen, aber ehrlicherweise ist in diesem Fall die Luft sehr schnell raus: Die Computergegner bieten auch auf der höchsten Schwierigkeitsstufe keine ernsthafte Herausforderung. Die einzige echte Motivation für Solo-Aktivisten erwächst aus dem „Inselkrone“ genannten Turniermodus, bei dem ihr euch in jeder regulären Disziplin in der jeweiligen Top 20 nach oben kämpft, was eine ganze Weile beschäftigt. Und gerade jeweils zum Ende hin auch anspruchsvoll wird. Dazu gibt es natürlich auch noch den sehr unkomplizierten Onlinemodus, bei dem abhängig von der (händisch oder per Zufall) gewählten Sportart bis zu vier Joy-Con-Athleten gegeneinander antreten.

Aber mal ernsthaft: Genau wie den Vorgänger spielt man auch „Switch Sports Resort“ vor allem im lokalen Freundes- oder Familienkreis! Am je nach Teilnehmerzahl meist horizontal und/oder vertikal geteilten Bildschirm treten die Spaßnasen meist parallel, gelegentlich aber auch hintereinander gegeneinander an. Und genau hier entwickelt „Switch Sports Resort“ wieder den gleichen Spaß wie sein Vorgänger. Denn die Disziplinen sind extrem auf Zugänglichkeit gebürstet, für die meisten von ihnen benötigt man nur einen Joy-Con. Außerdem lohnt es sich hier besonders, die gelegentlich angebotenen Sonderspielmodi auszuprobieren: Beim Bowling darf man zum Beispiel Hindernisse in der Bahn erscheinen lassen. Beim Tischtennis gezielt auf Büchsen schießen. Oder beim Volleyball mit dem „Rhythmus-Baggern“ euer gutes Timing unter Beweis stellen. Auch das ist nichts Neues, aber nach wie vor sehr unterhaltsam.

Anders als der Vorgänger ist „Switch Sports Resort“ ausschließlich auf der Switch 2 erhältlich. Und rein optisch scheint es dafür keinen Grund zu geben, das Spiel sieht auch auf den prüfenden zweiten Blick genauso nett aus wie Teil 1, aber mehr auch nicht: Nette Figuren, nette Animationen, nette Umgebungen, alles nett – aber wenn man bedenkt, was Spiele wie „Metroid Prime 4“ oder „Star Fox“ auf diesem System für Bilder gezeigt haben, dann stellt man sich schnell die Frage, ob es wirklich der nutzlose Mausmodus beim Skateboarden sein kann, der da die Plattform-Exklusivität diktiert hat. Die verbesserten Soundfähigkeiten der Switch 2 dürften wohl auch nicht den Ausschlag gegeben haben, denn genau wie beim Vorgänger wäre die Musik von „Switch Sports Resort“ auch in den Fahrstühlen und Kühlschrankabteilungen dieser Welt sehr gut aufgehoben.

Das ist also weniger ein Nachfolger von „Switch Sports“ als vielmehr eine solide erweiterte Version 1.5: Viele Sportarten wurden praktisch unverändert übernommen, auch die Sportsmates und deren Personalisierungsmöglichkeiten (inklusive des ständig nachwachsenden Freispielkrams) kennt man bereits. Einige zumindest auf diesem System frische Disziplinen wie das Fliegen oder das Überswasserzischen mit den Jetskis funktionieren sehr gut, andere wie das auf Dauermausschubsen basierende Skaten hätte man sich dagegen gerne sparen können.

Anders ausgedrückt: Wenn ihr schon mit den Vorgängerspielen viel Spaß hattet und vor allem in der Gruppe loslegt, dann ist „Switch Sports Resort“ eine leichte Empfehlung. Ihr solltet aber wirklich keine Überraschungen erwarten.

„Nintendo Switch Sports Resort“ ist ab dem 22. Oktober 2026 für Nintendo Switch 2 verfügbar. Die UVP liegt bei rund 50 Euro (Download) bzw. rund 60 Euro (physisch), die Altersfreigabe bei 6 Jahren.

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