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Friday, October 16, 2026

Nach Hackerangriff: Akute Gefährdung für Berlins Verwaltung gebannt

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Nach dem Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung und dem damit verbundenen Datendiebstahl ist die akute Gefahrenabwehr laut der Senatskanzlei beendet. Seit dem 13. August habe es keine Angriffe mehr auf die untersuchten Bereiche des Berliner Landesnetzes gegeben, hieß es aus der Senatskanzlei. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, das Netz nachhaltig zu infiltrieren. Zunächst hatte der Tagesspiegel berichtet.

  • 7. bis 12. August 2026: Bei den beiden Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz werden Daten durch Unbekannte ausgeleitet. Der Angriff begann lange vor diesem Zeitpunkt.
  • 14. August 2026: Die beiden Senatsverwaltungen werden vom Landesnetz isoliert.
  • 17. August 2026: Die Senatskanzlei informiert per Pressemitteilung über einen „IKT-Vorfall im Landesnetz Berlin“. Es wird ein Notfallkrisenstab eingerichtet, BKA und LKA ermitteln, das BSI ist informiert.
  • 21. August 2026: Die beiden Behörden sind weiterhin vom Landesnetz abgeschnitten. Es kommt zu Problemen bei Transferleistungen, unter anderem kann an 50.000 berechtigte Haushalten in Berlin kein Wohngeld ausgezahlt werden.
  • 24. August 2026: Alle Teile der Senatsverwaltung sind wieder am Netz und laut des Regierernden Bürgermeisters Kai Wegner „grundsätzlich arbeitsfähig“.
  • 27. August 2026: Florian Hauer, Berliner Staatssekretär für Digitalisierung erklärt: „Derzeit gehen wir davon aus, dass der Angriff eingedämmt werden konnte“. Er kann nicht ausschließen, dass „auch personenbezogene oder sonstige nicht-öffentliche Daten betroffen sind“.
  • 28. August 2026: Sicherheitsbehörden treffen sich mit Vertretern des Landes Berlin zu einer Krisensitzung. Die Angreifer haben Daten erbeutet und stellen eine Lösegeldforderung. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner erklärt: „Das Land Berlin lässt sich nicht erpressen.“ Angaben zu Umfang und Inhalt der Daten gibt es nicht. Am Abend berichtet der Spiegel, dass die bekannte Ransomware-Bande „Rhysida“ dahinter stecken soll. Auf deren Darknet-Webseite gibt es nachvollziehbar eine Forderung nach 30 Bitcoin (rund 2 Millionen Euro), mitsamt angeblichen Auszügen aus den Daten. Die Kriminellen versprechen unter anderem Listen mit Passwörtern im Klartext, Justizunterlagen und über 46.500 Verträge des Landes.
  • 30. August 2026: Der CCC-Sprecher Joachim Selzer warnt vor möglichem Identitätsdiebstahl und anderen Betrugsversuchen. Bürger, von denen persönliche Angaben in dem vermeintlichen Datensatz enthalten sein könnten, würden zudem leicht Opfer von Erpressungsversuchen.
  • 1. September 2026: Auf einer Pressekonferenz bestätigt die Senatsverwaltung, dass auch Passwörter abgeflossen sind. Die Mitarbeiter der beiden Verwaltungen könnten daher derzeit nicht aus dem Home Office arbeiten. Alle 12.000 Systeme des Landes Berlin würden derzeit „rund um die Uhr“ überprüft.
  • 4. September 2026: Die Kriminellen veröffentlichen rund 1,44 Millionen Dateien im Darknet. Darunter sind auch Personalunterlagen, Angaben zu Disziplinarverfahren, Finanzunterlagen sowie Details zur Kritischen Infrastruktur des Landes Berlin.
  • 5. September 2026: Das BSI warnt vor einer „erhöhten Bedrohungslage“ für die Gesellschaft.
  • 6. September 2026: Das Land Berlin richtet eine „Steuerungseinheit“ ein. Vom Leak Betroffene sollen per E-Mail und Brief kontaktiert werden. Politiker und IT-Experten zeigen sich schockiert von Umfang und Inhalt der veröffentlichten Daten.

Der tagelange Hackerangriff auf Teile des Datennetzes der Berliner Verwaltung war am 14. August bekannt geworden. Betroffen waren insbesondere die Senatsverwaltungen für Verkehr und Umwelt sowie die für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Die Hacker-Gruppe Rhysida erpresste das Land und forderte 30 Bitcoins, umgerechnet rund zwei Millionen Euro.

Der Senat zahlte nicht, die Cyberkriminellen veröffentlichten daraufhin mindestens 1,2 Millionen Datensätze nach Ablauf ihres Ultimatums im Darknet, einem nicht ohne weiteres zugänglichen Teil des Internets. Darunter waren auch personenbezogene und vertrauliche Daten, die von anderen Kriminellen genutzt werden könnten.

Obwohl die akute Gefahr gebannt sei, werde man weiter die abgefischten Daten auswerten, hieß es von der Senatskanzlei. Ebenso würden Maßnahmen zum Schutz der Informationstechnik (IT) weiter implementiert und gestärkt sowie die Strafverfolgung weiter vorangetrieben.

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