«Einzigartig»: Das Matterhorn ist neu geologisches Welterbe

- Das Matterhorn gehört neu offiziell zu den 300 bedeutendsten geologischen Stätten der Welt.
- Seine markante Form entstand während der Eiszeiten durch Gletscher.
- Im Matterhorn treffen Gesteinsschichten aus Afrika und Europa aufeinander.
Das Matterhorn ist zwar nicht der höchste Berg der Schweiz. Das ist die Dufourspitze. Doch aus geologischer Sicht ist es der grösste. Deshalb hat die Internationale Union der Geowissenschaften (IUGS) den markanten Gipfel auf die Liste der weltweit herausragendsten Stätten des geologischen Erbes aufgenommen.
Drei von 300: Schweiz ist mehrfach vertreten
Seit Freitag zählt das Matterhorn offiziell zu den 300 «IUGS Geological Heritage Sites». Den entsprechenden Antrag hatte die Schweizerische Geo-Erbe-Kommission der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) gestellt. Der Berg an der schweizerisch-italienischen Grenze ist bereits der dritte Eintrag aus der Schweiz. Schon länger auf der Liste sind die Blockgletscher im Engadin und die Glarner Hauptüberschiebung (siehe Bildstrecke oben).
«Geologisch einzigartig»
«Das ikonische Matterhorn gilt seit Langem als ‹Idealberg›», sagt Jürg Meyer von der Schweizerischen Geo-Erbe-Kommission. Der Tourismusmagnet mit seiner eindrücklichen und eleganten Form sei aber auch geologisch «einzigartig interessant». Seine markante Form habe das Matterhorn während der Eiszeiten erhalten. Die IUGS bezeichnet es als «Musterbeispiel eines durch Gletscher geformten Gipfels». Noch heute lägen an seinen Flanken kleine, muldenförmige Gletscherreste.
Hast du das Matterhorn schon einmal besucht?
Im Matterhorn treffen Afrika und Europa aufeinander
Auch das Innere ist laut den Fachleuten besonders: Das Matterhorn besteht aus mehreren übereinandergeschobenen Gesteinspaketen, die ursprünglich aus sehr unterschiedlichen Gebieten stammen: aus Afrika, aus dem ehemaligen Piemont-Ozean und vom europäischen Kontinentrand. Durch die Bewegungen der Erdplatten wurden diese Schichten übereinandergeschoben. An den unterschiedlichen Farben und Formen der Felsen, besonders an der Ost- und Nordseite, lässt sich diese bewegte Geschichte noch heute erkennen, schreibt SCNAT.
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Die Liste der wichtigsten geologischen Erbestätten der Erde wurde nun zum dritten Mal erweitert. Sie erstreckt sich über 47 Länder. Neu hinzugekommen sind «ikonische geologische Stätten wie der Fuji (Japan), die Fjorde Norwegens, die San-Andreas-Verwerfung (USA), der Aconcagua (Argentinien) und die Chocolate Hills (Philippinen)», teilt die Organisation mit. An der Entscheidung beteiligt waren 156 Fachleute aus 49 Nationen.
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