Tragödie auf Teneriffa: Ehefrau sass mit Tochter auf Tribüne

- Teneriffa-Stürmer Jesús de Miguel (30) ist nach einem Herzstillstand im Zweitliga-Spiel gegen Andorra gestorben.
- Er prallte mit Andorras Goalie Jesús Owono zusammen, der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 2:2 ab.
- Seine Frau María und Tochter Carla (ein Jahr) sassen laut spanischen Medien auf der Tribüne.
Der spanische Fussball wird nach dem tragischen Vorfall beim Zweitliga-Spiel von CD Teneriffa gegen den FC Andorra in seinen Grundfesten erschüttert. Teneriffas Stürmer Jesús de Miguel erleidet nach einem heftigen Zusammenprall mit dem gegnerischen Goalie einen Herzstillstand und erliegt später im Spital den Folgen des Crashs.
Augenzeugen des fürchterlichen Ereignisses sind sprachlos. Besonders betroffen ist Jesús’ Ehefrau María, die gemäss spanischen Medienberichten den fatalen Zusammenstoss zwischen ihrem Mann und dem andorranischen Goalie Jesús Owono live vor Ort miterlebte.
Eltern reisten extra nach Teneriffa
Bei ihr war die kleine Tochter Carla, gerade einmal ein Jahr und vier Monate alt, die ebenfalls ins Stadion gekommen war, um ihren Vater zu unterstützen. Die Eltern von Jesús sind nach dem Abbruch des Fussballspiels sofort auf die Insel gereist, um in den letzten Stunden bei ihrem Sohn zu sein.
Andorras Club-Boss Gerard Piqué drückt nach dem Tod seines Spielers sein Beileid unter einem Post von Andorra auf Social Media aus. «Es tut mir so leid. Ruhe in Frieden, Jesús», schrieb der frühere Weltklasse-Innenverteidiger der spanischen Nationalmannschaft. Der schweizerisch-philippinische Andorra-Spieler Randy Schneider soll dem Vernehmen nach wie seine Teamkollegen ebenfalls geschockt sein über den tragischen Vorfall.
Auf Social Media kondolierten in diesen Stunden zudem zahlreiche prominente Gesichter und Vereine des Landes. Real Madrid hielt vor dem Vormittagstraining eine Schweigeminute. Bei den Champions-League-Partien am Abend sind ebenfalls Schweigeminuten bei den Spielen der beiden spanischen Vertreter Atlético Madrid und des FC Villarreal geplant. Die angesetzten Partien in der Copa del Rey verschob der spanische Verband wegen der Tragödie auf Teneriffa ebenfalls.
«Zerrissen vor Schmerz»
Der spanische Zweitligist hatte die Todesmeldung seines Stürmers am Dienstagmorgen öffentlich bestätigt. Teneriffa schrieb in einem Statement: «Zerrissen vor Schmerz, mit einem Kloss im Hals und unfähig zu glauben, dass dies wahr sein soll, teilt der CD Tenerife mit, dass Jesús de Miguel Alameda am Dienstag, dem 3. November 2026, um 8 Uhr tragisch verstorben ist.»
Wie findest du den Umgang mit tragischen Unfällen im Fussball?
Es gebe keine tröstenden Worte; es gebe absolut nichts, «was diesen von Traurigkeit erfüllten Schmerz lindern könnte». Und weiter: «Wir stehen an der Seite seiner verzweifelten Familie, an der Seite seiner Liebsten, an der Seite des gesamten Tinerfeñismo, das heute um diesen grausamen Ausgang trauert.»
Die Familie von Jesús de Miguel danke für jede einzelne Geste der Unterstützung, die sie erhalten habe, und bitte von Herzen um grösstmöglichen Respekt vor ihrer Privatsphäre in diesen schrecklichen Momenten.
Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?
Hier findest du Hilfe:
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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