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Wednesday, September 16, 2026

Personaldebatte um Kanzler: CDU-Ministerpräsidenten stellen sich geschlossen hinter Merz

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Personaldebatte um KanzlerCDU-Ministerpräsidenten stellen sich geschlossen hinter Merz

16.09.2026, 10:31 Uhr

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Die Spekulationen über Friedrich Merz' politische Zukunft reißen nicht ab. (Foto: picture alliance/dpa)

Friedrich Merz steckt in der Krise. Um seine Zukunft als Kanzler wird derzeit munter spekuliert - mitunter in der eigenen Partei. Jetzt geben ihm die acht CDU-Länderchefs überraschend Rückendeckung und pochen auf Geschlossenheit.

Die acht Ministerpräsidenten der CDU haben sich vor dem Hintergrund der Spekulationen über die politische Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz gegen Personaldiskussionen gewandt. "Die Menschen können darauf vertrauen, dass wir ihre Probleme angehen. Als Ministerpräsidenten wollen und werden wir gemeinsam mit dem Bundeskanzler unseren Beitrag dazu leisten", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Der Weg zu neuem Vertrauen der Menschen in die Christdemokratie führe über das Zuhören und politisches Handeln, nicht über Personaldiskussionen.

"Das politische Deutschland braucht jetzt mehr denn je Stabilität. In dieser Lage kommt es jetzt auf die Geschlossenheit, die Tatkraft und einen klaren Kurs der deutschen Christdemokratie an", heißt es in der Erklärung weiter. Darin werden drei gemeinsame Grundüberzeugungen der Regierungschefs genannt:

  • Auch in Zukunft brauche das Land eine stabile und handlungsfähige Bundesregierung mit eigener Mehrheit im Bundestag. Die CDU Deutschlands stehe seit ihrer Gründung wie keine zweite Partei für "das Erfolgsmodell der deutschen Koalitionsdemokratie". Angesichts der anstehenden Wahlen in anderen europäischen Ländern im nächsten Jahr werde es umso mehr "auf ein stabiles und starkes Deutschland im geeinten Europa ankommen".

  • Die CDU Deutschlands sei zur Zusammenarbeit mit allen demokratischen Kräften bereit.

  • Deutschland brauche Verlässlichkeit und entschlossenes Handeln. "Vertrauen wird wieder entstehen, wenn Politik die Probleme und Fragen löst, die die Menschen in ihrem Alltag beschäftigen." Das sei die feste Überzeugung der Ministerpräsidenten aus der CDU und "die gemeinsame Verantwortung aller Christdemokraten für unser Land".

Zuvor hatte sich bereits der hessische Ministerpräsident Boris Rhein entsprechend geäußert: "Unser Land braucht jetzt keine Personaldiskussionen, sondern entschlossenes Handeln und mutige Reformen", sagte er dem "Spiegel". Auch die Vorsitzende der Mittelstandsunion, Gitta Connemann, hatte im Vorfeld die Diskussion um den Führungsposten kritisiert. "Reformen sind nie leicht", sagte sie dem Magazin. Reformkanzler hätten es "erst recht nicht leicht". Merz kenne die Herausforderungen und halte trotzdem den Kurs.

Von Wahlkämpfern aus Mecklenburg-Vorpommern, wo an diesem Sonntag gewählt wird, kam ebenfalls Unterstützung für Merz. "Die Personaldiskussionen lösen keine Probleme", sagte der CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters dem "Spiegel". "Wer solche Debatten befeuert, muss sich auch fragen, mit welchem Szenario er eigentlich plant."

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