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Thursday, October 29, 2026

Starlink-Anschläge in Litauen, Polen und Bulgarien: Verdächtige in Haft

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Zwei mutmaßliche Saboteure, die einen Anschlag auf Anlagen für das Satelliteninternet Starlink in Litauen verübt haben sollen, befinden nach Angaben der litauischen Behörden in Deutschland in Haft. Die beiden etwa 20 Jahre alten Männer mit doppelter Staatsbürgerschaft werden verdächtigt, eine terroristische Vereinigung organisiert und betrieben zu haben, die ähnliche Straftaten in Bulgarien und Polen begangen haben soll. Dies teilte der Vize-Leiter der litauischen Kriminalpolizei, Saulius Briginas, einem Rundfunkbericht zufolge in Vilnius mit.

Nach Angaben von Briganas besitzt einer der Verdächtigen die deutsche und türkische Staatsbürgerschaft, der andere die serbische und deutsche. Die beiden jungen Männer reisten demnach am Vorabend des Vorfalls nach Litauen und verließen das Land unmittelbar nach der Tat. Sie sollen sich gegenwärtig in Deutschland aufgrund eines europäischen Haftbefehlen in Haft befinden, die Bulgarien erlassen hat. Nach Angaben der Polizei sollen die Verdächtigen in Deutschland gelebt haben.

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In Litauen war Mitte Oktober versucht worden, Anlagen für das Satellitennetzwerk Starlink auf einem Firmengelände in Brand zu setzen. Die Behörden des baltischen EU- und NATO-Landes vermuteten Russland dahinter. Die Verdächtigen hatten Brennflüssigkeiten und Molotowcocktails eingesetzt. Zu einem größeren Brand kam es aber nicht.

„Diese Personen haben keinerlei Verbindungen zu Litauen und kamen gezielt, um dieses Verbrechen zu begehen“, sagte Briginas. Es sei keine spontane Tat gewesen. „Die Täter wussten genau, wohin sie gingen, was sie vorhatten und hatten sich im Voraus vorbereitet.“

Briginas sagte weiter, die Verdächtigen stünden auch mit Brandanschlägen im Oktober auf Starlink-Anlagen in Polen und Bulgarien in Verbindung. In dem Zusammenhang seien auch weitere Personen in Polen festgenommen worden.

Anlagen des Satellitendienstes Starlink waren zuletzt wiederholt zu Zielen von Saboteuren geworden. Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland.

In Polen war es im Oktober zu einem Feuer an einer Starlink-Bodenstation gekommen, hinter dem die Regierung in Warschau russische Geheimdienste vermutet. Auch in Bulgarien sollen Starlink-Antennen vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein.

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