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Saturday, September 19, 2026

Iran vollstreckt Todesurteil gegen angeblichen Mossad-Spion

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Irans Justiz hat nach Angaben des gerichtsnahen Nachrichtenportals Misan einen Mann wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet. Der Oberste Gerichtshof des ​Landes habe zuvor das Todesurteil ​wegen ‌Spionage und Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad ‌bestätigt. Hossein Pedaran war vorgeworfen ‌worden, ​Informationen über Raketenstellungen während des zwölftägigen Krieges im Juni ​2025 an Israel weitergegeben zu haben. Dazu gehörten ⁠Erkenntnisse ​über sensible ​Militärstandorte in der zentraliranischen Provinz ​Isfahan. Er habe ‌aus finanziellen Gründen spioniert.

Menschenrechtsgruppen sind alarmiert

Menschenrechtsgruppen weisen seit Jahren auf die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran hin und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Dabei nutzen die Behörden oft vage formulierte Vorwürfe wie Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit oder Gotteslästerung. 

Iran Symbolbild Hinrichtung
Seit Beginn des Iran-Krieges ist laut Menschenrechtsorganisationen die Zahl der Hinrichtungen im Iran noch weiter angestiegenBild: Christoph Hardt/Geisler-Fotopres/picture alliance

Menschenrechtsorganisationen zufolge ist der Iran nach China das Land, in dem die meisten Todesurteile vollstreckt werden. Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen und der französischen Organisation Gemeinsam gegen die Todesstrafe (ECPM) wurden im Iran 2025 mindestens 1639 Menschen hingerichtet worden - so viele wie seit 1989 nicht mehr. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International spricht sogar von 2159 Hinrichtungen im vergangenen Jahr -  der höchste seit 1981 verzeichnete Wert. Seit Beginn des Iran-Kriegs hat die Zahl der Hinrichtungen weiter zugenommen. Die Angaben lassen sich allerdings nicht unabhängig überprüfen.

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