heise+ | Wie man Motorräder richtig auf die Winterlagerung vorbereitet
Es gibt sie, die hartgesottenen Winterfahrer, die sich und ihrem Motorrad auch die Bedingungen des winterlichen Betriebs zumuten. Für die meisten Biker aber endet die Saison spätestens im November. Moderne Motorräder vertragen den mehrmonatigen Winterschlaf meist recht gut, wenn zuvor einige wesentliche Arbeiten erledigt werden. In dieser Werkstatt-Praxis wollen wir eine Anleitung dafür liefern, wie ein Motorrad vorbereitet werden sollte, damit es im Frühjahr wieder tadellos anspringt.
Der Arbeitsumfang für den Winterschlaf kann leicht selbst erledigt werden, und er lohnt sich. Wenn absehbar ist, dass die Maschine deutlich länger nicht benutzt wird, sollte sie auch richtig stillgelegt werden. Ein Winterbetrieb dagegen bedeutet erhöhten Kontakt zu Feuchtigkeit, Schmutz und Streusalz. Alu- und Chromteile, aber auch Lack und Elektrik können darunter leiden – dazu später mehr.
(Bild:
Sebastian Bauer
)Reinigung
Schmutz speichert die Feuchtigkeit wie ein Schwamm und fördert damit Korrosion. Das Motorrad sollte daher möglichst schonend, aber gründlich gereinigt werden – einen Dampfstrahler oder Hochdruckreiniger nur vorsichtig und mit größerem Abstand verwenden, keinesfalls Lager, Elektrik, Kette oder Instrumente damit reinigen! Die Kette verdient ohnehin besondere Beachtung. Das grobe Entfernen von Schmutz gelingt prima mithilfe eines Bürsten-Kettenreinigers, der beispielsweise mit Dieselkraftstoff (niemals Benzin oder Verdünnung!) betrieben werden kann.
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