Genfs roter Botschafter: Zwanzig Jahre Ésprit de Genève
Genf – das ist nicht nur die lebhafte Stadt mit internationalem Flair. Nein, das ist auch ein landwirtschaftlich geprägtes, verträumtes Hinterland, aus dem spannende Weine kommen. Allen voran ihr roter Botschafter, der Ésprit de Genève.
Publiziert: vor 6 Minuten
Darum gehts
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- Der zwanzigste Jahrgang des Esprit de Genève ist auf dem Markt
- Die rote Assemblage wird von zwanzig Winzern nach einem strengen Pflichtenheft produziert
- Der Ésprit de Genève versteht sich als Aushängeschild und Botschafter des Genfer Weinbaus
Eva ZwahlenRedaktorin Wein
Genf ist mit seinen 1360 Hektaren Reben hinter dem Wallis und der Waadt der drittgrösste Weinkanton der Schweiz. Und trotzdem bei vielen Deutschschweizerinnen und Deutschschweizern kaum bekannt. Schade, denn aus dem malerischen Hinterland der Uno-Stadt kommen hochstehende Weine, die dank fortgeschrittener Mechanisierung erst noch mit günstigem Preis-Qualitäts-Verhältnis punkten.
Um ihre Region bekannter zu machen, haben sich gegen zwanzig Produzentinnen und Produzenten zusammengeschlossen, um einen flüssigen Botschafter für ihr Weingebiet zu schaffen. Die rote Assemblage, Esprit de Genève genannt, wird nach einer strengen Charta produziert und muss zu mindestens 50 Prozent aus Gamay, der Genfer Hauptsorte, gekeltert werden, ergänzt durch mindestens 20 Prozent Gamaret oder Garanoir und andere rote Varietäten wie Merlot oder Pinot noir.
Zwanzigjährige Erfolgsgeschichte
Der Jahrgang 2023, der jetzt auf dem Markt ist, feiert das zwanzigjährige Jubiläum des Ésprit de Genève. Wofür dieser Wein steht, dieses Gemeinschaftswerk, dem aber jede Produzentin die eigene Handschrift, die eigene Persönlichkeit verleiht? Für Genfer Offenheit, Humanismus, Vielfalt, Innovation und Qualität!
Für den Esprit de Genève kommen nur allerbeste Trauben, meist von alten Reben mit geringen Erträgen, in die Kelter. Ausgebaut werden die Weine, Assemblagen nach dem grossen Vorbild von Bordeaux-Blends, teilweise oder ganz in klassischen Eichenholzbarriques. Und den Namen Ésprit de Genève dürfen sie erst tragen, wenn sie die Prüfung durch eine Blinddegustation bestanden haben.
Edle Essensbegleiter
Diese roten Genfer Spitzenweine präsentieren sich in strahlendem Purpurrot, in der komplexen Nase erschnuppert man Noten von roten und schwarzen Früchten, aber auch von Gewürzen, Kaffee oder Leder. Im Gaumen überzeugen sie durch kraftvolle, sehr elegante, geschmeidige Struktur, feine Tannine und finessenreiche Aromatik. In der Tat: würdige Botschafter des Genfer Weinbaus!
Wozu man einen Ésprit de Genève geniesst? Er passt perfekt zu rotem Fleisch, im Sommer zu Grilladen, aber auch zu Schmorgerichten wie Lammgigot oder Rindsrouladen, zu Ofengemüse, Kartoffel-Gemüse-Gratin oder zu überbackenen Pilzen mit Kräutern.
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