Zukunftsforschung – Mit Blick auf die Zukunft herrscht in der Schweiz viel Einigkeit

Darum geht es: Der Verein Monda Futura hat in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage ermittelt, wie sich die Schweizerinnen und Schweizer die Zukunft vorstellen. Die Kernfrage dabei: Auf welchen Nenner kann sich die Schweizer Bevölkerung für eine lebenswerte Zukunft einigen?
Konsens statt Polarisierung: Der Kompass zeige auf, dass es viel mehr gemeinsame Nenner gebe, als man denken würde, sagt Raffael Wüthrich, der Gründer des Vereins Monda Futura, der die Umfrage durchgeführt hat. Während polarisierende Themen, wie das futuristische Reisen, die Gemüter spalten, herrscht bei der Ernährung absolute Einigkeit.
Solidarisch und liberal, in die Zukunft und die Vergangenheit: Spannend sei, dass die Menschen Szenarien als gut befinden, die auf unterschiedlichen Wertvorstellungen basieren. Die Befragten stimmten sowohl eher linken Anliegen, wie mehr Solidarität als auch liberal-bürgerlichen Anliegen, wie einem schlanken Staat, mit einer Mehrheit zu. So stimmten sie einer garantierten Grundversorgung ebenso deutlich zu wie klassischen liberal-bürgerlichen Pfeilern wie einer toleranten Zivilgesellschaft, der Eigenverantwortung und einer direkten Demokratie mit minimalem Staatsapparat.
Absolute Einigkeit bei der Ernährung: Den höchsten Konsens erhielt das Szenario «Saisonal und regional verankerte Lebensmittelproduktion». Die Antworten würden einerseits sicherlich auch so ausfallen, da sie sozial erwartet würden. Andererseits sei dies ein Ausdruck davon, was sich die Bevölkerung eigentlich wünschen würde, so Wüthrich: «Wir haben in den Szenarien bewusst die Folgen nicht eingebaut, sondern wir wollten wissen, was die eigentlichen Wünsche der Bevölkerung sind.» In einem anderen Szenario zeigt sich, dass es der Bevölkerung wichtig ist, dass wir mit unserem Konsum die Umwelt nicht zerstören. Wüthrich ist sich bewusst, dass darauf auch viele Fragen folgen, politischer oder wirtschaftlicher Natur. Umsetzbarkeit und Kosten spielten bei der Befragung keine Rolle.
Über Monda Futura
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Monda Futura ist ein gemeinnütziger Schweizer Verein, der 2023 gegründet wurde. Ziel des Vereins ist es, gemeinsam mit der Bevölkerung Zukunftsbilder für die Schweiz zu entwickeln, gesellschaftliche Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen und daraus konkrete Veränderungen anzustossen. Unterstützt wird Monda Futura vom Migros-Pionierfonds, dem Bund und der Mobiliar.
KI-Alltag wird abgelehnt: Obwohl künstliche Intelligenz im Alltag immer mehr gebraucht wird, gibt es einen Konsens mit dem Bedürfnis nach weniger künstlicher Intelligenz im Alltag. Es gibt aber Unterschiede in der Bevölkerungsstruktur: Die Menschen in der Romandie sind noch skeptischer als in der Deutschschweiz oder im Tessin. «Man kann allgemein sagen, dass technikgetriebene Szenarien auf breite Ablehnung stossen.»
Konsequenzen für Wirtschaft und Politik: Der Verein Monda Futura sieht den Zukunftskompass als einen Appell an die Politik, aber auch an Unternehmen und die Zivilgesellschaft, die Ergebnisse genauer anzuschauen. Um dann auch behaupten zu können, wir richten uns danach, was die Gesellschaft will.
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