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Monday, November 2, 2026

"Hightech-Branche noch zu klein": Deutschland laut Ifo-Institut schlecht auf KI-Boom vorbereitet

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"Hightech-Branche noch zu klein"Deutschland laut Ifo-Institut schlecht auf KI-Boom vorbereitet

02.11.2026, 12:03 Uhr

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Kaum Fortschritte gibt es laut Ifo-Analyse bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. (Foto: Stephanie Pilick/dpa)

Die Verwaltung ist zu wenig digitalisiert, das Bildungssystem passt sich nicht schnell genug an: Laut dem Ifo-Institut mangelt es Deutschland an wichtigen Grundlagen, um die Chancen von Künstlicher Intelligenz zu nutzen.

Deutschland fehlen nach Ansicht des Ifo-Instituts wichtige Voraussetzungen, um das Wachstumspotenzial Künstlicher Intelligenz auszuschöpfen. "Die Hightech-Branche ist noch zu klein und die Verwaltung ist zu wenig digitalisiert", sagte Ifo-Experte Oliver Falck zu einer Analyse des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts. "Und das Bildungssystem passt sich nicht schnell genug an die Veränderungen durch KI an", fügte der Leiter des Ifo-Zentrums für Innovationsökonomik und digitale Transformation hinzu.

Beim zweitägigen Digitalgipfel der Bundesregierung kommen ab dem heutigen Montag Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um sich über Künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit und digitale Souveränität auszutauschen.

Der IKT-Sektor (Informations- und Kommunikationstechnologien) trägt laut Ifo nur 4,6 Prozent zur Bruttowertschöpfung in Deutschland bei. Damit liege der Anteil im unteren EU-Mittelfeld. Bei IKT-Dienstleistungen importierte Deutschland demnach 2025 Leistungen im Wert von elf Milliarden Dollar mehr, als es exportierte. "Kein anderes EU-Land ist im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie stärker vom Ausland abhängig als Deutschland", sagte Ifo-Forscher Christian Pfaffl.

Kaum Fortschritte gibt es laut der Ifo-Analyse im Auftrag der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern auch bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung - obwohl gerade sie mithilfe von KI und der umfangreich vorhandenen Verwaltungsdaten Bürgern und Unternehmen bessere Dienstleistungen anbieten könnte. So stecke Deutschland etwa bei der Bereitstellung vorausgefüllter Formulare noch in der Experimentierphase, während dies in Nachbarländern wie den Niederlanden, Dänemark, Polen oder Österreich längst weitgehend umgesetzt sei, hieß es.

Ein weiteres Problem sehen die Ifo-Forschenden im Bildungsbereich: Bei Kompetenzen über dem Grundniveau liegt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. Rund 40 Prozent der Achtklässler erreichen nicht Stufe 2 der Computer- und Informationskompetenz. "KI-Anwendungen verbreiten sich rasant, aber zu vielen fehlt das Wissen, sie produktiv zu nutzen", erklärte Falck. Mangelnde Fachkompetenz sei der häufigste Grund, warum Unternehmen geplante KI-Projekte nicht umsetzten.

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