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Tuesday, October 27, 2026

SBC-Linux DietPi 10.8 bringt WireGuard-Konfigurationstool mit

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DietPi ist eine Linux-Distribution vorrangig für Einplatinencomputer (Single-Board-Computer, SBC) der Raspberry-Pi-Klasse und unterstützt insbesondere auch viele Boards chinesischer Anbieter wie Orange Pi oder Radxa. Am vergangenen Mittwoch ist Version 10.8 erschienen. Auffälligste Neuerung ist ein Tool zum komfortablen Einrichten von WireGuard-VPN-Servern und -Clients. Nutzerinnen und Nutzer stoßen aber auf weitere Änderungen und Verbesserungen.

In der Release-Ankündigung zu DietPi 10.8 führen die Projektbeteiligten aus, dass das Kommandozeilenwerkzeug „dietpi-wireguard“ zur Verwaltung von WireGuard-Servern und ihrer Clients mit einer Menü- und Kommandozeilen-Steuerung daherkommt. Das Tool soll Server- und Clientkonfigurationen erstellen und diese Konfigurationen auch als QR-Code anzeigen können. Damit lassen sich Clients deaktivieren, aktivieren, entfernen und umkonfigurieren; außerdem lassen sich Serverport, -adresse und IPv6-Nutzung ändern. Es funktioniert zudem mit bestehenden Konfigurationen im „/etc/wireguard“-Verzeichnis, die nicht mit „dietpi-software“ installiert wurden. Die Softwareverwaltung „dietpi-software“ legt Serverkonfigurationen mittels dietpi-wireguard init an, ohne einen Client einzurichten. Neu angelegte Server sollen ein IPv6-Subnetz (NAT66) zugewiesen bekommen und erhalten IPv6-Forwarding, wodurch Clients darüber nun IPv6 tunneln können. Auch bestehende Server sollen sich mit dem Tool umstellen lassen. Wer IPv6 mittels „dietpi-config“ deaktiviert, schaltet es laut den Projekt-Maintainern auch für die WireGuard-Server ab, da diese sonst nicht mehr starten würden.

Die Softwareverwaltung mit „dietpi-software“ ersetzt die numerischen Software-IDs nun durch Namen; als Beispiel nennen die Maintainer etwa „nodered“ anstatt „122“. Die IDs leiten sich vom Softwarenamen ab, in Kleinbuchstaben und ohne Bindestriche, Punkte, Unterstriche, Leerzeichen oder andere Sonderzeichen. Die Änderung betrifft die Kommandozeile, das Suchmenü und die „AUTO_SETUP_INSTALL_SOFTWARE_ID“-Einträge in der „dietpi.txt“ sowie in „/boot/dietpi/.installed“. Die Bedienung wandelt Eingaben automatisch um, „Node-RED“ findet also „nodered“. Numerische IDs akzeptiert das Tool weiterhin, bestehende Einträge in „/boot/dietpi/.installed“ migriert es automatisch.

Das Projekt listet noch zahlreiche kleinere Erweiterungen und Fehlerkorrekturen in der Versionsankündigung auf. So unterstützen die Kernel-Builds für Pine64/Quartz64-Boards nun ATAPI- und SCSI-CD-, DVD- und Blu-ray-Laufwerke sowie das ISO-Format. Den System-Hostnamen kann man mit „dietpi-config“ nicht mehr unter Sicherheitsoptionen einstellen, sondern unter den Netzwerkoptionen. „dietpi-network“ unterstützt statische Interface-Konfiguration auch ohne Gateway-Adresse über die Kommandozeile. Virtuelle Interfaces von Containern wie Docker werden darin auf der Host-Seite nicht mehr angezeigt. HAProxy liefert das Projekt nun als eigenes DEB-Paket über den DietPi-APT-Server aus; das Kompilieren aus dem Quellcode bei der Installation entfällt damit, Updates kommen per apt upgrade. Interessierte finden weitere Details direkt in der Ankündigung.

DietPi 10.7 erschien Mitte September und hatte insbesondere einige gravierende Fehler der Vorversion ausgebessert. Außerdem brachte die Fassung neue Softwarepakete wie HomeBox und Scrypted sowie eine überarbeitete Netzwerkkonfiguration mittels „dietpi-network“ mit.

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