Super League, 8. Runde – Servette gewinnt Léman-Derby ohne Fan-Blöcke

- Servette gewinnt das Derby bei Lausanne dank einem Penalty-Treffer von Mutandwa 1:0.
- Damit geben die Genfer die rote Laterne an die Waadtländer weiter.
- Der FCZ feiert gegen Vaduz einen Last-Minute-Sieg.
Letztlich entschied die Aktion kurz nach der Pause das Léman-Derby. Etienne Youte brachte Miroslav Stevanovic im Strafraum zu Fall. Der VAR zitierte Schiedsrichter Sandro Schärer an den Bildschirm, der auf den Punkt zeigte. Kingstone Mutandwa (50.) machte es besser als zuletzt Samuel Mraz in Lugano und schweisste den Ball unter die Latte. 308 Minuten lang hatten die «Grenats» auf einen Torerfolg gewartet.
Beide Westschweizer Klubs mit Problemen
Der Sieg war ein grosser Lohn für ein erneut wenig überzeugendes Servette. Lausanne hatte rund 70 Prozent Ballbesitz und drückte in der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich. Zweimal verpassten die Hausherren diesen nur knapp. Ein toller Freistoss von Levy Néné (56.) klatschte an den Pfosten. Ein Schuss von Morgan Poaty (67.) zischte knapp am Kasten von Servette-Goalie Edvinas Gertmonas vorbei.
Während Servette dank dem zweiten Saisonsieg den letzten Tabellenplatz verlässt, rutscht Lausanne auf den 12. Rang ab. Die Lage für das Team von Coach Luka Elsner wird immer ungemütlicher. Die Waadtländer haben aus den letzten 6 Spielen nur 2 Punkte geholt.
Protest der beiden Fan-Lager
Der Rahmen der Partie entsprach der misslichen Tabellenlage, in welcher sich beide Teams befinden. Laut RTS-Informationen blieb der Gäste-Sektor aus Protest gegen die neuen Sicherheitsmassnahmen der örtlichen Behörden leer. Die Servette-Anhänger waren erstmals nach Ankunft des Extra-Zuges in Shuttle-Busse verfrachtet worden. Dies, weil es in der Vergangenheit bei Fan-Märschen zu Vorfällen gekommen war. Die Lausanner Kurve verliess nach wenigen Spielminuten das Stade de la Tuilière aus Solidarität.
So geht es weiter
Am Sonntag empfängt Lausanne den Leader aus Lugano. Servette hat vor der Nati-Pause zwei Auswärtsspiele vor der Brust: Am Mittwoch geht es nach Thun, am Samstag zu den Young Boys.
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