"2,8 Grad - Millionen von Toten": Klima-Anwältin warnt vor Selbstauslöschung der Menschheit

"2,8 Grad - Millionen von Toten"Klima-Anwältin warnt vor Selbstauslöschung der Menschheit
25.10.2026, 14:50 Uhr
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Roda Verheyen ist Richterin am hamburgischen Verfassungsgericht. Die Rechtsanwältin erhält in diesem Jahr den Deutschen Umweltpreis und warnt in diesem Zuge vor dem Ende der Menschheit. 2,8 Grad Erderwärmung würde Millionen Menschen das Leben kosten, mahnt sie.
Die Klima-Anwältin Roda Verheyen, die dieses Jahr den Deutschen Umweltpreis erhält, hat vor der Selbstauslöschung der Menschheit gewarnt. Sie freue sich sehr über den Preis, sagte die Hamburger Juristin in Aachen. Gleichzeitig sei sie aber auch "extrem traurig". Verheyen ist als Rechtsanwältin in Hamburg tätig und dort auch Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts.
"Der Umwelt zu ihrem Recht zu verhelfen: Dieses Motiv zieht sich durch Verheyens gesamtes Berufsleben", erklärte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Sie tritt demnach als Sachverständige auf, erarbeitet Gesetzesinitiativen, berät Politik und Zivilgesellschaft und verfasst wegweisende Klagen.
Sie verwies darauf, dass die Erde den Vereinten Nationen zufolge bis Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zusteuere. "2,8 Grad - das bedeutet Millionen von Toten. Wir begeben uns in eine immense Gefahr, uns selber auszulöschen - nicht den Planeten, aber die Menschheit."
Die großen Kipppunkte in der Arktis, Antarktis und im Amazonas-Gebiet könnten bei einer so starken globalen Erwärmung fallen. "Ich muss mit Ihnen diese Wut und diese Trauer teilen." Wütend mache sie, dass sich die Menschen sehenden Auges in diese immense Gefahr begäben. "Und warum? Weil wir uns seit 30 Jahren mindestens von der fossilen Industrie am Nasenring durch die Manege führen lassen. Und wir tun im Augenblick so, als würden wir einfach weitermachen können."
Verheyen erhält den mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis zusammen mit dem Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul. Die Auszeichnung soll im Laufe des Tages von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergeben werden.
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