Nach 57 Minuten stand es 2:5 – 3 Tore binnen 101 Sekunden: Lausanne siegt nach irrem Comeback

Die letzten 3 Spielminuten waren in Lausanne soeben angebrochen und die paar Dutzend Fans im kleinen Gästeblock stimmten freudig Jubelgesänge an. Ihr Team Genf-Servette führte im Léman-Derby komfortabel mit 5:2, da konnte nicht mehr viel schiefgehen. Oder doch?
2:56 Minuten vor dem Ende verkürzte Curtis Lazar im Powerplay auf 3:5. Nur 28 Sekunden später machte Ahti Oksanen daraus ein 4:5. Und weitere 73 Sekunden danach hiess es 5:5. Drake Caggiula hatte getroffen, als Lausanne mit einem 6. Feldspieler agierte. In 101 Sekunden vom 2:5 zum 5:5 – das irre Lausanner Comeback war Tatsache.
Ausgerechnet Brännström mit dem «Game-Winner»
In der fünfminütigen Overtime sah das Heimteam dann kaum einen Puck, rettete sich aber ins Penaltyschiessen und sicherte sich dort den Extrapunkt. Ausgerechnet Erik Brännström traf als Einziger mit seinem Versuch. Ausgerechnet deshalb, weil der Schwede in der 14. Minute vom Genfer Topskorer Jesse Puljujärvi wüst gegen den Kopf gecheckt worden war. Der Finne wurde direkt unter die Dusche geschickt.
Dieser Sieg ist für die Moral der Lausanner Gold wert. Die schlecht in die Saison gestarteten Waadtländer, die zuletzt 0:3 bei Ajoie verloren hatten, rückten damit auf den 10. Platz vor. Die Genfer sind weiterhin auf Rang 2, nach Verlustpunkten liegen sie nun aber bereits 11 Zähler hinter den ZSC Lions.
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