Sido muss seinen Späti dichtmachen

Sido muss seinen Berliner Späti schliessen. Grund ist die Miete: Statt 4000 Euro sind für den Laden in Friedrichshain inzwischen 6000 Euro im Monat fällig.
Publiziert: vor 15 Minuten
Der Späti von Rapper Sido (45) ist bald Geschichte. «Svenni’s Nachtshop» an der neuen Bahnhofstrasse, nahe dem Ostkreuz, schliesst in den nächsten Wochen. Das verrät Sido (45) im Podcast «Take Me Späti». Die Miete sei zu hoch geworden. «Das kannst du mit einem Späti nicht finanzieren», stellt der Rapper klar.
Inzwischen seien 6000 Euro im Monat fällig. «Früher waren es 4.000», sagt Sido. Die höhere Summe «können wir uns nicht mehr leisten mit dem Blättchen-Verkauf».
Geheimtür und Snacks aus Übersee
Dabei startete das Projekt im Juni 2021 mit grossem Rummel. Zusammen mit Rap-Kollege Bozza und Armin Bahari-Darakhshan eröffnete Sido den Laden. Mitten in der Corona-Pandemie. Mit einem normalen Kiosk hatte der wenig zu tun. Auf mehr als 100 Quadratmetern lud im Hinterzimmer eine Sofa-Ecke zum Verweilen ein, Jägermeister sponserte eine eigene Kühlschrankwand mit «Svenni’s»-Flaschen. Hinter dem selbst gebauten Zigarettenregal wartete ein weiterer Raum, den Kunden nur durch eine Geheimtür und mit der passenden Karte betreten konnten.
«Wir wollten einfach keinen Standard-Späti, sondern etwas ganz Besonderes schaffen», erklärte Geschäftsführer Bahari-Darakhshan damals. Dazu passte das Sortiment: Snacks aus den USA und asiatische Trendprodukte.
Die Idee zum eigenen Späti kam über einen Kumpel, der selbst einen betreibt. «Und dann dachten wir, es ist geil, ‹nen eigenen Späti zu haben. Ist doch ›ne geile Sache.» Das Rätsel um den Namen löst Sido gleich mit: Svenni gibt es gar nicht. Es war ein Insider-Witz im Freundeskreis: «Weil wir uns zu der Zeit, wo wir den Laden gemacht haben, immer alle Svenni genannt haben.»
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