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Tuesday, October 6, 2026

Diese Krankenkassen geben am meisten Prämien fürs Büro aus

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Grosse schneiden schlecht ab

Diese Krankenkassen geben am meisten Prämien fürs Büro aus

Die Krankenkassenprämien steigen 2027 im Schnitt um 5 Prozent. Die Gründe sind unter anderem die Verwaltungskosten und die Werbung. 2025 zahlte jede Person 191 Franken dafür. Zwischen den Versicherern gibts grosse Unterschiede, wie eine Analyse von Moneyland zeigt.

Publiziert: vor 27 Minuten

  • Krankenkassenprämien steigen 2027 um 5 Prozent
  • 2025: 1,26 Milliarden Franken für Personalaufwand, 74 Millionen Franken für Werbung
  • Kleinste Verwaltungskosten: Sodalis mit 103 Franken pro Versichertem, Atupri teuer
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Aufs nächste Jahr hin steigen die Krankenkassenprämien im Schnitt um 5 Prozent. Das ist ein happiger Aufschlag, der vielen zu schaffen macht. Grund für die erneute Prämienerhöhung ist die Kostenexplosion im Gesundheitswesen – aber auch die Verwaltungskosten der Kassen. Der Begriff tönt harmlos, hat es aber in sich. Denn wie effizient eine Krankenkasse arbeitet, ist mitentscheidend für die Höhe der monatlichen Prämien.

Der Vergleichsdienst Moneyland hat sich genau angeschaut, wie viel bei den Kassen für Personal, IT, Büros und Werbung draufgeht. Und wie effizient sie mit unseren Prämienfranken haushalten. Dabei zeigt sich: 2025 zahlte jede versicherte Person im Schnitt 191 Franken für die Verwaltung der Grundversicherung. Die eigentlichen medizinischen Leistungen sind da nicht eingerechnet.

Sodalis machts am günstigsten

Auffällig: Zwischen den Krankenkassen gibt es enorme Unterschiede. Am günstigsten arbeitet laut der Analyse die kleine Sodalis mit 103 Franken Verwaltungskosten pro Versicherten. Dahinter folgen die Sumiswalder Krankenkasse mit 110 Franken und die Krankenkasse Luzerner Hinterland mit 119 Franken. «Hier tun sich gewaltige Unterschiede zwischen den Versicherern auf», sagt Moneyland-Experte Felix Oeschger.

RangKrankenkasseVerwaltungskosten pro Person in FrankenVerwaltungskosten in Prozent
1.Sodalis1033,3
2.Summiswalder Krankenkasse1102,8
3.Krankenkasse Luzerner Hinterland1192,8
4.Agrisano1544,9
5.CSS1613,5
6.Helsana1623,5
7.Concordia1674,1
8.ÖKK1765,2
9.Visana-Gruppe2014,5
10.Sympany2024,9
11.Groupe Mutuel2043,8
12.Swica2064,8
13.Sanitas2214,7
14.Assura2315,6
15.KPT2374,9
16.Atupri2595,7
17.Glarner Krankenversicherung4459,4

Bei den grossen Versicherern mit mehr als 100'000 Versicherten liegt Agrisano mit 154 Franken vorne. Es folgen die CSS mit 161 Franken und die Helsana mit 162 Franken. Deutlich teurer ist die Verwaltung bei der Atupri: Dort fallen 259 Franken pro Kopf an.

74 Millionen für Werbung

Der mit Abstand grösste Kostenblock sind die Angestellten. 1,26 Milliarden Franken oder 73 Prozent der gesamten Verwaltungsausgaben entfielen 2025 auf das Personal. Für Werbung gaben die Versicherer gut 74 Millionen Franken aus. Provisionen und Abschreibungen schlugen mit jeweils 33 Millionen Franken zu Buche.

Die Milliardenkosten klingen gewaltig. Gemessen an den gesamten Krankenkassenprämien relativiert sich die Summe jedoch: Laut Moneyland machen die Verwaltungskosten nur 4,2 Prozent der risikobereinigten Prämien aus. Wer also glaubt, die steigenden Prämien liessen sich hauptsächlich mit weniger Bürokratie stoppen, dürfte enttäuscht werden.

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