Artemis-Mission 2028 – Schweizer Technologie auf dem Weg zum Mond

Artemis-Mission 2028 Schweizer Technologie auf dem Weg zum Mond
Die Nasa plant ab 2028 die Rückkehr von Astronautinnen und Astronauten auf den Mond. Dabei kommen auch Technologien aus der Schweiz zum Einsatz.
01.09.2026, 06:04
Rund 60 Jahre nach Neil Armstrongs Mondlandung treiben Raumfahrtagenturen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen weltweit neue Mondprojekte voran.
In Köln simuliert das Mondzentrum Luna die Bedingungen auf dem Mond. Die Anlage bildet Kraterlandschaften, Felsen und die Lichtverhältnisse nahe dem Südpol des Mondes nach. Auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern testen Forschende dort Technologien für künftige Missionen.
Hier sehen Sie die Schweizer Technik für die Mondmission:
Im Sommer führte ein Team der ETH Zürich Versuche mit Robotern durch, die für Erkundungen auf der Mondoberfläche entwickelt wurden.
«Der Mond stellt robotische Systeme vor zahlreiche Herausforderungen», sagt Adrian Fuhrer vom Labor für Robotische Systeme der ETH Zürich gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS. So könnten die Temperaturen je nach Sonneneinstrahlung um mehrere Hundert Grad schwanken.
Ein besonderes Problem sei der sogenannte Regolith, die Staub- und Geröllschicht auf der Mondoberfläche. Das Material gilt als äusserst abrasiv und kann technische Systeme beschädigen.
«Dieser Staub kann insbesondere die Gelenke von Robotern beschädigen», erklärt Fuhrer.
Um solche Bedingungen nachzustellen, verwendet das Zentrum Luna ein Regolith-Ersatzmaterial aus vulkanischen Gesteinen. Es fühlt sich ähnlich rau an wie Bimsstein.
Technologie aus Payerne
Auch andere Schweizer Teams haben in den vergangenen Monaten in Köln getestet. Dazu gehören Ingenieure von Venturi Space in Payerne VD.
Das Unternehmen entwickelt Technologien für künftige Mondfahrzeuge und wurde über einen amerikanischen Partner von der Nasa ausgewählt. Venturi Space baut zentrale Komponenten für Rover, die Astronautinnen und Astronauten auf der Mondoberfläche transportieren sollen.
Dazu gehören unter anderem besonders flexible Räder, die sich an unebenes Gelände anpassen können.
Nach Angaben des Unternehmens soll bereits in diesem Jahr ein experimenteller Rover für erste Tests zum Mond geschickt werden.
Bauen mit Mondstaub
Die kommenden Mondmissionen sollen nicht nur Menschen auf den Erdtrabanten bringen, sondern langfristig auch eine dauerhafte Präsenz ermöglichen.
Entsprechend wird auch erforscht, wie sich Baumaterial direkt vor Ort herstellen lässt.
In Köln arbeiten Forschende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gemeinsam mit der Hochschule Luzern an entsprechenden Lösungen. Ziel ist es, aus Mondregolith Beton oder andere Bauelemente für eine künftige Mondbasis herzustellen.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.