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Saturday, October 24, 2026

Frauen-Riesenslalom in Sölden – Neues Material, erster Sieg: Moltzan überrascht beim Auftakt

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Das Podest

  • 1. Paula Moltzan (USA) 2:14,82 Minuten
  • 2. Lara Colturi (ALB) +0,01
  • 3. Emma Aicher (GER) +0,52

Als nur noch Mikaela Shiffrin im Starthaus stand, war bereits klar: Der Sieg beim Weltcup-Auftakt in Sölden würde in die USA gehen. Doch anders als erwartet jubelte am Ende nicht Shiffrin über ihren 111. Erfolg, sondern ihre Landsfrau Paula Moltzan über ihre Premiere. Mit 32 Jahren und 10 Podestplätzen klappte es im 149. Rennen. Noch spezieller macht die Geschichte die Tatsache, dass es das erste Rennen mit neuem Material war: Moltzan, die im Final vier Ränge gutmachen konnte, fährt als erste Frau für Van Deer.

Sölden (AUT). Weltcup-Riesenslalom der Frauen: 1. Paula Moltzan (USA) 2:14,82. 2. Lara Colturi (ALB) 0,01 zurück. 3. Emma Aicher (GER) 0,52. 4. Sara Hector (SWE) 0,63. 5. Asja Zenere (ITA) 0,72. 6. Camille Rast (SUI) 0,81. 7. Mikaela Shiffrin (USA) 0,83. 8. Alice Robinson (NZL) 1,01. 9. Franziska Gritsch (AUT) und Maryna Gasienica-Daniel (POL) je 1,12.

Ferner: 20. Wendy Holdener (SUI) 1,92. 24. Simone Wild (SUI) 2,10. 25. Stefanie Grob (SUI) 2,15. 28. Vanessa Kasper (SUI) 2,79.

Knapp geschlagen wurde Lara Colturi. Die für Albanien startende Italienerin lag am Ende mit 0,01 Sekunden Rückstand auf Rang 2. Das Podest komplettierte Emma Aicher: Die Deutsche hat es dadurch geschafft, in jeder einzelnen Disziplin in die Top 3 gefahren zu sein – und dies mit gerade einmal 22 Jahren. Shiffrin reichte es bloss zu Rang 7.

Die Schweizerinnen

  • 6. Camille Rast
  • 20. Wendy Holdener
  • 24. Simone Wild
  • 25. Stefanie Grob
  • 28. Vanessa Kasper

Mit grossen Ambitionen und auf Zwischenrang 3 stieg Camille Rast in den Final. Im 2. Lauf konnte sie, die im 1. Durchgang noch Steigerungspotenzial ausgemacht hatte, bei immer schlechter werdender Sicht die Ausgangslage nicht nutzen und wurde am Ende Sechste. Immerhin: Die Walliserin, die in den letzten Jahren jeweils mässig in den Winter gestartet war, schaffte es damit erstmals in Sölden in die Top 10.

Insgesamt hatten sich fünf Schweizerinnen für den 2. Durchgang qualifiziert. Relativierend muss allerdings hinzugefügt werden, dass das Quartett hinter Rast bei Halbzeit die Ränge 25 (Grob), 27 (Holdener), 28 (Wild) und 30 (Kasper) belegte. Die gute Startposition im 2. Lauf mit besserer Sicht als die Konkurrenz konnte keine von ihnen zu einem grossen Sprung nach vorne nutzen. Holdener machte immerhin noch sieben Plätze gut und wurde 20. Die Gunst der Stunde nutzte dagegen Maryna Gasienica-Daniel, die als Halbzeit-29. mit klarer Laufbestzeit 20 Ränge aufholte und noch in die Top 10 fuhr.

Nicht in den zweiten Lauf schafften es Dania Allenbach (33.), Sue Piller (44.), Corinne Suter (50.), Shaienne Zehnder (53.) und Sina Fausch (56.). Allenbach fehlten bloss 6 Hundertstel.

Kugelsiegerin fliegt ab, Vlhova ist zurück

Einen Auftakt zum Vergessen erlebte Julia Scheib. Bei ihrem Heimauftritt schied die diesjährige Gewinnerin der kleinen Kristallkugel im Steilhang aus, nachdem sie in den ersten beiden Sektoren so schnell wie keine andere gefahren war. Scheib überdrehte nach einem Rechtsschwung und konnte sich nicht mehr auf den Ski halten. Immerhin gab sie schon wenig später im Zielraum Interviews und Entwarnung.

Mit einem besseren Gefühl dürfte Petra Vlhova in die weiteren Rennen steigen: Die Slowakin feierte auf dem Rettenbachgletscher ihr Weltcup-Comeback nach 1008 Tagen Verletzungspause. Ein Top-15-Resultat hatte die 31-Jährige angepeilt – und obwohl sie dieses im 2. Lauf einbüsste, dürfte am Ende auch Rang 23 ihre Freude, wieder zurück zu sein, nicht trüben.

Verspätung zum Auftakt

Das erste Rennen der Saison startete mit 30 Minuten Verspätung. Wegen Pistenarbeiten, die durch den in der Nacht gefallenen Neuschnee nötig wurden, fiel auch die Entscheidung auf dem Rettenbachgletscher erst um 13:30 Uhr. Dass die Bedingungen trotzdem gut waren, verdeutlichte auch die Tatsache, dass nur drei Fahrerinnen ausschieden.

So geht es weiter

Bis zum nächsten Riesenslalom dauert es einen Monat: In Killington steht am 28. November das zweite Rennen an. Dazwischen stehen in Levi (14.11.) und Gurgl (21.11.) die Slalomspezialistinnen im Einsatz.

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