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Monday, November 2, 2026

Mehr als 25 Tote: Kiew: Moskau bombardiert Verteilpunkt für humanitäre Hilfe

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Mehr als 20 ToteKiew: Moskau bombardiert Verteilpunkt für humanitäre Hilfe

02.11.2026, 20:52 Uhr

In dem südukrainischen Dorf Komyschuwach wird in einer Schule humanitäre Hilfe an Zivilisten verteilt. Dann schlagen russische Bomben ein. Die Behörden sprechen von mehr als 20 Todesopfern. Präsident Selenskyj ruft die internationale Gemeinschaft zu einer "starken und harten" Reaktion auf.

Bei einem russischen Luftangriff in dem ukrainischen Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach neuesten offiziellen Angaben des Zivilschutzes mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Dies sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram sowie auf der Plattform X mit. Mindestens fünf Personen seien verletzt worden. Es werde in den Trümmern nach weiteren Opfern gesucht. 27 Personen galten als vermisst, teilte der regionale Militärverwalter Mychajlo Semikin auf Telegram mit.

Selenskyj erhob den Vorwurf eines gezielten Bombardements. "Russland konnte nicht entgangen sein, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner jede Woche eben dort humanitäre Hilfe erhalten", schrieb der Präsident. Nach der humanitären Aktion von Oleschky in der Vorwoche habe es einen Moment gegeben, nach dem die nächsten Schritte einen möglichen Frieden hätten zeigen können. "Mit diesen Morden hat Russland ein absolut gegensätzliches Signal gegeben - Russland zählt auf weitere Morde", schrieb der Staatschef. Er forderte eine weltweite "starke und harte" Reaktion.

Die Siedlung wurde demnach mehrfach bombardiert. Insgesamt seien mehr als zehn Bomben abgeworfen worden. Eine schlug Selenskyj zufolge direkt in einem Luftschutzkeller ein. Komyschuwacha befindet sich etwa 25 Kilometer östlich von Saporischschja und ist gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Die frontnahe Region Saporischschja ist seit Monaten immer wieder Ziel schwerer russischer vor allem Luftangriffe. Bei einem Angriff auf die Großstadt Saporischschja Mitte Oktober wurden 23 Menschen getötet, darunter vier Minderjährige. Selenskyj erhob danach Vorwürfe gegen Moskau.

Angriffe mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben galten auch immer wieder Lagergebäuden in der Region. Gleitbomben spielen dabei eine große Rolle. Sie werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe und sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfen und gleiten dann per Satellitennavigation ins Ziel. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.

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