Dank Barandun, Rohrbach & Co. – Die Neuen schlagen ein: Berns Saisonstart stimmt zuversichtlich

Der SCB hat schwierige Jahre hinter sich. Nun macht sich das Gefühl eines Neuanfangs breit – auch dank einiger Zuzüge.
Am 1. Spieltag auswärts bei Meisterschaftsfavorit ZSC Lions reichte es für den SC Bern trotz einer guten Leistung (inklusive 3:2-Führung bei Spielhälfte) knapp nicht zu den ersten Punkten. Doch danach folgten ein 5:2-Heimsieg gegen Playoff-Finalist Davos und zuletzt ein 4:1-Erfolg in Kloten. Mit sechs Punkten ist der Saisonstart der «Mutzen» geglückt.
Dies ist wichtig für den Klub aus der Bundesstadt. Der SCB hat enttäuschende Jahre hinter sich, möchte aber mittelfristig wieder um den Titel mitspielen können. Der letzte Triumph datiert aus dem Jahr 2019. Seither gab es viele Enttäuschungen und man schaffte es nie mehr in die Playoff-Halbfinals.
Die Berner befinden sich im Umbruch. CEO Marc Lüthi hat seinen Platz geräumt, mit Serge Aubin steht ein neuer Trainer an der Bande. Auch das Kader hat sich grundlegend verändert. So musste im Sommer unter anderem Captain Ramon Untersander (jetzt Genf) gehen. Rund ein Dutzend neuer Spieler gehören der 1. Mannschaft an – darunter Goalie Connor Hughes, Verteidiger Davyd Barandun und Stürmer Dario Rohrbach. Dieses Trio wusste in den ersten Saisonspielen zu gefallen.
Barandun: Als Topscorer gegen den Ex-Klub
Auch dank Hughes und Barandun hat der SCB am zweitwenigsten Gegentore kassiert. Zudem glänzte Barandun gegen die Lions mit einem Doppelpack. Ausgerechnet er, der in keiner seiner neun NL-Saisons für den HC Davos mehr als zwei Treffer erzielt hat. «Es ist schön, dass die Tore in Zürich gefallen sind. Leider konnten wir nicht punkten. Ich fühle mich sehr wohl im Team», sagt der 26-jährige Engadiner.
Aufgrund seiner Doublette, seiner ersten überhaupt als Profi, durfte Barandun im 1. Heimspiel der Saison mit dem Topskorer-Shirt auflaufen – eine aussergewöhnliche Sache für ihn: «Das ist sehr speziell. Zumal wir gegen den HC Davos spielten und gewinnen konnten. Es war eine lässige Erfahrung.»
Rohrbach: Stärken sofort eingebracht
Inzwischen ist Barandun (vier Punkte) als interner Topskorer abgelöst worden. Der Ex-Langnauer Rohrbach hat mit zwei Toren und drei Assists einen Zähler mehr auf dem Konto. «Ich bin zufrieden mit meinem Start. Auch als Mannschaft dürfen wir zufrieden sein», so der 28-Jährige. Rohrbach ist erleichtert, dass er sogleich seine «Stärken in die Mannschaft einbringen konnte».
Rohrbach und Barandun kannten sich von Zusammenzügen der Nachwuchs-Nationalmannschaften bereits. Nun sind die beiden Teamkollegen in Bern und hungrig, um «mit dem neuen SCB etwas zu erreichen», wie Rohrbach sagt.
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