Kim Kardashian erhält einen Euro Entschädigung

- Ein Pariser Gericht hat Kim Kardashian (45) einen Euro Entschädigung für den Raubüberfall von 2016 zugesprochen.
- Das entspricht dem Betrag, den Kardashian selbst verlangt hatte – es gehe ihr um Verantwortlichkeit, nicht ums Geld.
- Der damalige Rezeptionist des «Hôtel de Pourtalès» erhält rund 110'000 Euro, Stylistin Simone Harouche 50'000 Euro.
Ein Gericht in Paris hat Kim Kardashian (45) einen Euro Entschädigung für einen bewaffneten Raubüberfall auf den Reality-Star im Jahr 2016 zugesprochen. Das entspreche dem Betrag, den Kardashian verlangt habe, sagte ein mit dem Verfahren vertrauter Anwalt der Nachrichtenagentur AP.
Das Gericht in der französischen Hauptstadt hatte im Mai 2025 acht Angeklagte schuldig gesprochen. Kardashian hatte den Vorfall als die schlimmste Erfahrung ihres Lebens beschrieben. Bei dem Überfall war auch Kardashians Stylistin Simone Harouche anwesend.
In einer gemeinsamen Stellungnahme für die AP dankten die beiden Frauen am Dienstag der französischen Justiz. Es sei ein zutiefst traumatisches Erlebnis gewesen, das bis heute nachwirke. Bei der Gerichtsentscheidung gehe es nicht um die Entschädigung, sondern «um Verantwortlichkeit und Anerkennung».
110'000 Euro für Rezeptionisten
Dem damaligen Rezeptionisten des glamourösen «Hôtel de Pourtalès», in dem Kardashian während der Pariser Modewoche residierte, sprach das Gericht nach Angaben seines Anwalts Mohand Ouidja rund 110'000 Euro Entschädigung zu. Er hat erklärt, der Überfall habe ihn traumatisiert. Seine Schadenersatzforderung belief sich auf 550'000 Euro. Ouidja sprach trotz der geringeren Summe von einem Sieg. Er las der AP das Urteil im Detail vor. Demnach wurden der Stylistin Harouche 50'000 Euro zugesprochen. Das entspreche dem von ihr geforderten Betrag.
Französische Anwälte, die Kardashian in dem Verfahren vertraten, reagierten in den vergangenen Tagen nicht auf Textnachrichten und Anrufe der AP.
«Opa-Räuber» spionierten Kardashian über Social-Media aus
Zwei als Polizisten verkleidete Räuber drangen am 2. Oktober 2016 in das Hotel und Kardashians Suite ein, fesselten sie mit Kabelbindern und entkamen mit Schmuck im Wert von mehr als sechs Millionen Dollar. Laut Polizei hatten die Täter Kardashians Aktivitäten über soziale Medien ausgekundschaftet.
Wegen ihres Alters wurden die Täter in Frankreich als «les papys braqueurs», etwa «Opa-Räuber», bekannt. Wegen bereits verbüsster Untersuchungshaft musste keiner der Verurteilten erneut ins Gefängnis.
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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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