Nachfolge von Guy Parmelin – SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi will Bundesrat werden

- SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi bewirbt sich für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin, wie er im Interview mit dem «Sonntagsblick» sagt.
- Eine erste Frist für Interessierte aus der SVP an der Nachfolge von Parmelin lief im Oktober ab.
- Damals nominierte die Zuger SVP ihren Nationalrat Aeschi als Bundesratskandidaten. Aeschi wollte sich zu jenem Zeitpunkt aber noch nicht festlegen.
Jetzt ist es definitiv: Thomas Aeschi will Bundesrat werden. Er sei überzeugt, dass er sich das nötige Rüstzeug für das Amt erarbeitet habe, sagte Aeschi dem «Sonntagsblick». Und: Er sei bereit für das Asyldossier – er würde also gerne SP-Justizminister Beat Jans ablösen. Im Justizdepartement bestehe viel Handlungsbedarf. Die Probleme im Asyl- und Migrationsbereich seien weiterhin sehr gross. Aus vielen Kantonen höre man Klagen, dass sie nicht angegangen würden.
Dass er für den Entscheid länger gebraucht habe, begründet Aeschi mit persönlichen Abklärungen. So hat er sich laut «Sonntagsblick»-Interview zuerst mit Familie, Freunden und Politikern verschiedener Parteien ausgetauscht. Nicht gesprochen über seine Kandidatur habe er hingegen mit Christoph Blocher.
SVP-Bundeshausfraktion entscheidet am 20. November
Insgesamt acht Personen aus der SVP haben angekündigt, für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin kandidieren zu wollen.
Diese acht Kandidaten schickt die SVP ins Rennen
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Bild 1 von 8. Céline Amaudruz. Céline Amaudruz (47) ist SVP‑Nationalrätin aus Genf und Mitglied im nationalen Parteivorstand. Sie hat ihre Bereitschaft für eine Kandidatur offiziell bekanntgegeben: Amaudruz gilt als chancenreichste Kandidatin aus der Romandie. Bildquelle: KEYSTONE / Urs Flüeler.
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Bild 2 von 8. Marco Chiesa. Der Tessiner Ständerat Marco Chiesa (52) will Nachfolger von Guy Parmelin im Bundesrat werden. Seine Kantonalpartei sieht Chiesa aufgrund seiner vielfältigen Erfahrungen im Rahmen der SVP-Präsidentschaft im Vorteil. Bildquelle: Keystone/Peter Schneider.
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Bild 3 von 8. Rémy Wyssmann. Rémy Wyssmann (59), Solothurner Parteipräsident und Nationalrat, will Bundesrat werden. Die Kandidatur des Anwalts und Dozents gilt eher als überraschend. Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
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Bild 4 von 8. Michael Graber. Der Walliser Nationalrat Michael Graber (45) hat kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist seine Bundesratsambitionen verkündet. Seine Kandidatur gab er im «Tages-Anzeiger» und kurz darauf in einer Medienkonferenz bekannt. Bildquelle: Keystone/Peter Klaunzer.
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Bild 5 von 8. Franz Ruppen. Nachdem er von Esther Friedli (SG) vorgeschlagen wurde, überlegte sich auch der Walliser SVP-Staatsrat Franz Ruppen (55) eine Kandidatur – und kam zum Schluss: «Ja, ich will.». Bildquelle: KEYSTONE / Cyril Zingaro.
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Bild 6 von 8. Pierre Alain Schnegg. Auch der Berner Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg bewirbt sich um einen Sitz im Bundesrat. Schnegg wird im Dezember 64 Jahre alt. Er stammt aus dem Berner Jura, ist frankophon, spricht aber gut Deutsch. Bildquelle: Keystone/Anthony Anex.
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Bild 7 von 8. Thomas Aeschi. Die SVP Zug hat Thomas Aeschi (47) für den freiwerdenden Sitz im Bundesrat nominiert. Der Fraktionschef der SVP gehört seit Jahren zu den aussichtsreichsten Kandidaten, auch wenn seine Chancen durch die Wahl des ebenfalls aus Zug stammenden Martin Pfister (Mitte) gesunken sein dürften. Bildquelle: Keystone/Peter Schneider.
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Bild 8 von 8. Jean-Pierre Gallati. Regierungsrat Jean-Pierre Gallati (60) wurde von der SVP Aargau einstimmig für die Bundesratswahl vom 9. Dezember 2026 nominiert. Er will denn auch antreten, wie er gegenüber der «Aargauer Zeitung» in einem Interview erklärte. Bildquelle: Keystone/Andreas Becker.
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Derzeit durchleuchtet eine Findungskommission der SVP die Kandidaturen. Am 20. November entscheidet dann die Bundeshausfraktion, wen sie für die Ersatzwahl am 9. Dezember vorschlagen will.
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