PunchMuslims join Christians to celebrate Kaduna church’s anniversaryThe Jerusalem PostPete Hegseth faces bipartisan impeachment push after Republican losses in US midterm electionsRai NewsEgitto: scontro tra treni a Giza, almeno 7 morti e 112 feritiZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDFThe GuardianManchester United v Aston Villa: Premier League – liveVanguardMilitary neutralises 60 terrorists, rescues 42 kidnap victimsCBS NewsICE unlikely to scale back crackdown, sources say, citing Stephen MillerGuardian SportSão Paulo Grand Prix: Formula One 2026 – liveNBC NewsNew billboards urge people to ‘boycott the boycott’ of Jewish-owned businessesESPN DeportesUn show aéreo permite a los Bengals vencer a los Falcons en MadridVilaWebLa maquinista de l’Iryo va intentar reportar insistentment que no podia arrencar sense rebre respostaComplete Sports2027 U-23 AFCONQ: Chelle Names Olympic Eagles Squad For DR Congo Clash
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, November 8, 2026

Ermittler vermuten Verbrechen: Nachbarn in Berlin-Marzahn bangen um vermisste Lisa

Translate

Ermittler vermuten VerbrechenNachbarn in Berlin-Marzahn bangen um vermisste Lisa

08.11.2026, 17:38 Uhr

631508983
Berliner Polizisten suchen in Berlin-Marzahn nach einem vermissten 13-jährigen Mädchen. (Foto: picture alliance/dpa)

Seit Tagen wird in Berlin eine 13-jährige Schülerin vermisst. Viele Nachbarn sind bestürzt und machen sich Sorgen. "Die ganze Nachbarschaft redet seit Tagen über dieses arme Mädchen", sagt eine Mutter.

An einem grauen Sonntagnachmittag ist nur wenig los auf den Straßen im Norden von Berlin-Marzahn. Es ist ruhig, auch Fußgänger sieht man zwischen den hohen Häusern nur vereinzelt. Doch etwas ist anders. Überall an den Hauswänden und Haltestellen flattern Plakate der Polizei mit einem Zeugenaufruf: Wer hat Lisa T. gesehen? 

Die 13-Jährige wird seit Dienstag vermisst. "Wir gehen von einem Kapitalverbrechen aus", sagt Michael Petzold, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Als Kapitalverbrechen werden besonders schwere Verbrechen wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung oder schwere Sexualdelikte bezeichnet. Seit Freitag suchen die Ermittler mit einem Großeinsatz nach der vermissten Schülerin. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Behörden davon aus, dass Lisa nicht freiwillig ihr familiäres Umfeld verlassen hat. 

"Die ganze Nachbarschaft redet seit Tagen über dieses arme Mädchen", sagt eine Mutter, die mit zwei Kindern in dem Wohnviertel der Vermissten unterwegs ist. Ihren Namen möchte sie nicht nennen. Sie spreche mit vielen Eltern über das Verschwinden der 13-Jährigen. "Man muss wirklich gut aufpassen auf die Kinder. Aber was soll man machen, wenn sie alleine zur Schule fahren?"

Lisa T. verließ ihr Zuhause am Dienstag, 3. November, etwa 7.15 Uhr, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Dort kam die 13-Jährige nie an. Noch am selben Tag veröffentlichte die Polizei eine Vermisstenmeldung mit Foto. 

"Ja, wir haben davon gehört", sagt Samuel, 15 Jahre alt. Mit seinen zwei kleinen Geschwistern steht er auf dem weitläufigen und von Hochhäusern eingerahmten Barnimplatz - dem Ort, von dem aus Lisa am Dienstag zur Schule fahren wollte. Hinter Samuel klebt einer der Suchzettel. "Es ist fürchterlich, wir hoffen alle, dass man sie noch finden kann."

Das Wohnviertel liegt am nordöstlichen Stadtrand von Berlin, wo Plattenbauten zwischen großen Grünanlagen mit Rasenflächen und Bäumen und kleineren Waldgebieten stehen, die bis nach Brandenburg reichen. Die Grenze zu Brandenburg ist nur wenige Meter von der Wohnung des Mädchens entfernt. 

Kurz hinter der Grenze stehen dort am Sonntag ein Dutzend Mannschaftswagen vom Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariter-Bund vor dem Einkaufszentrum Kaufpark Eiche. In den Autos sind Schäferhunde. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer in Uniformen erhalten Anweisungen. 

Überall im Viertel sind seit Freitag Polizistinnen und Polizisten unterwegs. Sie gehen von Tür zu Tür, sprechen mit Anwohnern, verteilen Zeugenaufrufe und suchen die Umgebung ab. Auch mit einer Unterwasserdrohne, Spürhunden und einem Hubschrauber. Sie suchen nach Lisa - und nach Zeugen. 

"Wir sind weiterhin auf Hinweise angewiesen", sagt Petzold. Es seien schon Hinweise im dreistelligen Bereich eingegangen. Die Polizei bittet Menschen, die etwas gesehen oder gehört haben, sich über das Hinweistelefon oder die Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts zu melden. 

Am Sonntag sind laut Staatsanwaltschaft mehr als 100 Einsatzkräfte der Einsatzhundertschaften und der Mordkommissionen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf unterwegs. An einer Tankstelle in der Nähe des Einkaufszentrums hat sich die Einsatzleitung postiert. Sie bitten um Verständnis, dass vor Ort nichts über konkrete Maßnahmen mitgeteilt werden kann.

Anwohner berichten, dass die Polizei große Bereiche an einigen Teichen und Seen im brandenburgischen Nachbarort Hönow absucht. In der Tankstelle werden Gerüchte diskutiert. Angeblich ist eine Sim-Karte in der Gegend gefunden worden. Draußen kommt das Rote Kreuz und schickt einen Hund zwischen Bäume und Büsche. Wenig später kommt er zurück. Etwas gefunden, hat er wohl nicht. Der Hundetrupp zieht weiter.

Das Verschwinden des Mädchens beschäftigt viele in der Nachbarschaft. Zwei Teenager im Alter von 16 und 17 Jahren, Marie und Antonia, berichten, dass auch in der Schule und im Unterricht über das Verschwinden gesprochen wurde. Die ganze Schule mache sich Sorgen. "Meine Mutter hat richtig Angst bekommen", sagt die eine. "Ich soll jetzt abends im Dunkeln möglichst nicht mehr so viel alleine herumlaufen."

In der Vermisstenmeldung der Polizei wird Lisa T. als 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank beschrieben und hat lange dunkle Haare. Bekleidet war sie demnach zuletzt mit einer schwarzen Winterjacke, einem grauen Oberteil, einer blauen Jeans, weißen Sneakern, und sie trug einen schwarzen Rucksack.

Der Fall erinnert an das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus dem Stadtteil Britz im Berliner Bezirk Neukölln im Februar 2019. Bis heute wurden weder sie noch ihre Leiche gefunden. Die Polizei hatte in Brandenburg Suchtrupps mit Hunderten Beamten, Hunde, Hubschrauber, Drohnen, Bagger, Boote und Taucher eingesetzt. Handydaten sowie Hunderte von Hinweisen wurden von der Polizei ausgewertet, aber vergeblich.

View the original on n-tv →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.