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Saturday, October 3, 2026

Städtebund: Wohnen auf dem Land muss attraktiver werden

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Angesichts der Wohnungsnot und steigender Mieten in den Ballungsräumen hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund Bund und Länder aufgefordert, im Rahmen eines  nachhaltigen Gesamtkonzepts die ländlichen Regionen attraktiver zu machen.

Bund und Länder dürften "nicht nur durch Mietpreisbremsen oder Wohnungsbauoffensiven an den Symptomen in den Ballungsräumen herumdoktern", sondern müssten noch in diesem Jahr ein umfassendes Gesamtkonzept auf den Weg bringen, sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Teure Mieten und knappe Wohnungen werden für immer mehr Menschen zum Problem. Gerade in Großstädten haben die Mietpreise stark angezogen. Parallel klettern die Baukosten in die Höhe.

24.09.2026 | 41:59 min

Städtebund: Strukturschwache Regionen aufwerten

Deutschland müsse das Thema Wohnen neu denken und nachhaltiger angehen, wobei der Fokus auf die Regionen abseits der Ballungsräume gerichtet werden müsse, sagte Berghegger. In den ländlichen Regionen stünden 1,9 Millionen Wohnungen leer, mehr als 700.000 Wohnungen wären innerhalb der nächsten drei Monate bezugsfertig. 

Wegen der Wohnungsnot wurde in Hamburg ein neuer Standard für Wohnungsbau beschlossen. Die erste Genossenschaft arbeitet nach erleichterten Vorgaben, um schneller und günstiger Mietwohnungen zu bauen.

17.09.2026 | 2:34 min

"Es muss gelingen, die ländlichen Räume durch neue Verkehrswege wie etwa neue oder reaktivierte Bahntrassen besser an die Ballungsräume anzubinden und als Wohn- und Lebensräume insgesamt attraktiver zu machen", betonte er. Gute Gesundheitsversorgung, ein besseres Kultur- und Freizeitangebot sowie der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs könnten dazu beitragen, strukturschwache Regionen aufzuwerten. 

Ein solches Gesamtkonzept wäre ein "echter Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in ganz Deutschland", betonte der Chef des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Für einen nachhaltigen Umbau des Landes müssten auch Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden.

Marlene Brühl kaufte ein ganzes Dorf in der Altmark. Sie beschließt daraus einen neuen, nachhaltigen Lebensort zu entwickeln, mit sanierten Häusern, Tiny Houses und gemeinsam genutzter Infrastruktur.

06.06.2026 | 5:07 min

Berghegger: Vergesellschaftung "schafft keine einzige neue Wohnung"

Nach den Angaben des Städte- und Gemeindebundes sind die Mieten in Deutschland in den vergangenen 15 Jahren um rund 65 Prozent gestiegen, in den Ballungsräumen sogar um über 70 Prozent. Gleichzeitig fehlen in Deutschland mehr als 800.000 Wohnungen. "Alle Bemühungen der vergangenen Jahre, für ein besseres Angebot an Wohnraum zu sorgen, sind offenkundig gescheitert", sagte Berghegger.

"Die nun wieder populäre Idee einer Vergesellschaftung großer privater Wohnungsunternehmen schafft keine einzige neue Wohnung, sondern bindet langfristig viel Kapital", kritisierte er mit Blick auf Forderungen etwa der Linken in Berlin. 

Über Wohnungsnot und hohe Mieten berichtet das ZDF in zahlreichen Sendungen, etwa in heute journal - der Podcast am 24.09.2026 um 20:45 Uhr und in der heute-Sendung am 15.09.2026 um 19 Uhr.

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