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Wednesday, September 30, 2026

Massagen oder Handy-Pornos: Insider verraten Diddys Knast-Extras

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  • Sean «Diddy» Combs (56) sitzt im Bundesgefängnis Fort Dix in New Jersey und soll sich dort gegen Bezahlung zahlreiche Annehmlichkeiten von Mitgefangenen leisten.
  • Laut Recherchen von «NBC News» gibt er mehrere Tausend Dollar pro Monat aus, damit andere Häftlinge für ihn kochen, putzen, Wäsche waschen und ihm Massagen geben.
  • Zudem soll er verbotene Mobiltelefone für Pornos und Instagram nutzen sowie mit einem Mitgefangenen Hennessy getrunken haben.

Sean «Diddy» Combs (56) sitzt im US-Bundesgefängnis Fort Dix im Bundesstaat New Jersey. Mit den Knastfilmen aus Hollywood hat sein Aufenthalt dort wenig zu tun. Nach Recherchen von «NBC News» lässt sich der frühere Musikmogul von Mitgefangenen bekochen, seine Wäsche erledigen und sogar massieren. Vier Männer, die mit Combs in derselben Einheit untergebracht waren, schilderten dem Sender dessen Gefängnisleben anonym.

Ihren Erzählungen zufolge gibt Combs mehrere Tausend Dollar pro Monat aus, um sich hinter Gittern verschiedene Annehmlichkeiten zu sichern. Geld von Personen ausserhalb des Gefängnisses soll dabei auf Konten anderer Häftlinge wandern, die dafür Dienstleistungen für ihn übernehmen.

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Ein Mann soll ihm Massagen nach chinesischer Art geben

Einige Häftlinge sollen für Combs spezielle Mahlzeiten zubereiten, andere sein Bett machen, seine Wäsche waschen sowie Toilette und Dusche reinigen. Ein Mann soll ihm zudem Massagen nach chinesischer Art geben. «NBC News» stützt seine Recherche neben den Aussagen der vier Männer teilweise auch auf Fotos und Videos aus dem Gefängnis.

Damit nicht genug: Laut mehreren Quellen benutzt der Musiker verbotene Mobiltelefone, um auf Instagram zu scrollen und sich Pornos oder Nacktbilder anzusehen, die ihm eine Ex-Freundin schicken soll. Zwei Quellen berichten zudem von einem manipulierten Tablet, auf dem Combs Filme und Dokumentationen schaut – darunter ausgerechnet die von seinem langjährigen Rivalen 50 Cent produzierte Netflix-Serie «Sean Combs: The Reckoning».

Am Wochenende soll auch reichlich Alkohol ausgeschenkt werden. Ein ehemaliger Mitgefangener berichtete gegenüber «NBC News», gemeinsam mit Combs Hennessy getrunken zu haben. Wie der Alkohol ins Gefängnis gelangt sein soll, ist nicht unabhängig bestätigt. Die US-Gefängnisbehörde erklärte gegenüber dem Sender allgemein, Schmuggelware wie Handys, Drogen und Waffen sei in Haftanstalten weiterhin ein Problem. Zu Combs’ konkreten Haftbedingungen äusserte sie sich aus Sicherheits- und Datenschutzgründen nicht.

Darum sitzt Diddy im Gefängnis

Combs wurde im Juli 2025 in zwei Fällen schuldig gesprochen, Personen zum Zweck der Prostitution über Staatsgrenzen hinweg transportiert zu haben. Von den schwerwiegenderen Anklagepunkten wegen Sexhandels und organisierter Kriminalität wurde er freigesprochen. Am 3. Oktober 2025 verurteilte ihn ein Gericht zu 50 Monaten Gefängnis.

Seine Anwälte hatten sich dafür eingesetzt, dass Combs nach Fort Dix verlegt wird. Einer der Gründe war ein dort angebotenes Drogenbehandlungsprogramm, dessen erfolgreicher Abschluss sich auf die Haftdauer auswirken kann. Laut «NBC News» nahm Combs zunächst daran teil, wurde nach einer Auseinandersetzung mit einem anderen Häftling aber aus dem Programm ausgeschlossen. Zuvor war er zeitweise in Einzelhaft verlegt worden.

Freilassung derzeit für Januar 2028 geplant

Trotz der Zwischenfälle wurde sein voraussichtlicher Entlassungstermin mehrfach angepasst. Combs soll derzeit am 21. Januar 2028 freikommen. Damit wären es vom jetzigen Stand aus noch knapp 16 Monate. Der Termin kann sich allerdings erneut ändern.

Ein Sprecher von Combs weist die Darstellung eines aussergewöhnlichen Luxuslebens zurück. Die mediale Aufmerksamkeit für alltägliche Details seines Gefängnislebens habe einen Punkt erreicht, an dem gewöhnlicher Gefängnisalltag zur Nachricht gemacht werde, erklärte er gegenüber «NBC News». Relevant sei vielmehr, dass Combs seine Strafe verbüsse und auf die Entscheidung über seine Berufung warte.

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Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dario Aeberli

Dario Aeberli (dae), Jahrgang 1995, arbeitet seit Oktober 2023 als People-Redaktor bei 20 Minuten. Zuvor war er Lokaljournalist und beim «Migros-Magazin».

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