Aargauer Regierungswahl – Klarer Sieg der Favoritin: Maja Riniker ist Regierungsrätin

- Nationalrätin Maja Riniker holte klar am meisten Stimmen bei der Ersatzwahl in die Aargauer Regierung.
- Die Konkurrenz lag weit zurück.
- Nur 21 Prozent der Aargauer Stimmberechtigten gingen an die Urne.
Die Aargauer Stimmbevölkerung hat am 18. Oktober Maja Riniker zur neuen Regierungsrätin gewählt. Sie holte 70'137 Stimmen und setzte sich damit klar von ihrer Konkurrenz ab.
Damit sind ab 2027 erstmals zwei Regierungsrätinnen in der fünfköpfigen Kantonsregierung vertreten: Riniker und Martina Bircher (SVP). Riniker ist erst die fünfte Aargauer Regierungsrätin.
Maja Riniker zeigte sich vor den Medien erfreut über die deutliche Wahl. «Ich habe Respekt vor dem neuen Amt, aber ich freue mich vor allem darauf», sagte sie am Sonntagmittag.
Riniker tritt die Nachfolge von Regierungsrat Stephan Attiger (FDP) an, der Ende Jahr zurücktritt. Ob Riniker das frei gewordene Departement Bau, Verkehr und Umwelt übernimmt, wird sich am kommenden Mittwoch zeigen, wenn der Regierungsrat die Departemente verteilt.
Sie habe kein Wunschdepartement, betonte Riniker gegenüber SRF. Sie habe bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie in der Lage sei, sich in neue Themenfelder einzuarbeiten.
Natürlich habe sie ihre Schwerpunkte, sagte Maja Riniker. Als FDP-Mitglied sei ihr enorm wichtig, dass der Kanton Aargau ein wirtschaftsstarker Kanton sei. Dazu seien aber auch gesunde Lebensgrundlagen für die Aargauer Bevölkerung wichtig: «Der Aargau ist ein wunderschöner Kanton, aber man muss sorgfältig mit den Ressourcen umgehen.»
Die Nationalrätin und ehemalige Grossrätin Maja Riniker galt von Anfang an als grosse Favoritin. 2025 war sie als Nationalratspräsidentin weitherum bekannt geworden. Gestartet hat sie ihre politische Laufbahn in der Schulpflege, anschliessend sass sie für die FDP sechs Jahre im Grossen Rat.
Weshalb will sie von der nationalen zurück auf die kantonale Politbühne? «Ich habe die Chance, gestalten und umsetzen zu können für jenen Kanton, für den mein Herz brennt», sagte sie vor der Wahl gegenüber SRF.
Maja Riniker konnte neben der Unterstützung ihrer eigenen Partei auch auf die Wahlempfehlung von SVP und Mitte-Partei zählen. Loredana Nigro (Juso) wurde von der SP zur Wahl empfohlen. Theres Schöni (parteilos) und Stephan Zurfluh (Musikpartei) hatten keine offizielle Wahlempfehlung einer im Parlament vertretenen Partei.
Vier Kandidierende für die Aargauer Regierung
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Bild 1 von 4. Ihr Umfeld hat Juso-Kandidatin Loredana Nigro politisiert. Daher interessiert sie sich insbesondere für soziale Themen. Bildquelle: Loredana Nigro.
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Bild 2 von 4. Nach der nationalen Politik zieht es Maja Riniker zurück in den Aargau. Trotz Favoritenrolle betreibt sie dazu aktiv Wahlkampf. Bildquelle: Maja Riniker.
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Bild 3 von 4. Für Wohlstand für alle will sich Theres Schöni einsetzen. Nachhaltigkeit und gesunde Lebensgrundlagen sind für sie dazu Voraussetzung. Bildquelle: Theres Schöni.
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Bild 4 von 4. Bewegung und Lebensfreude gehören zum Programm der Musikpartei von Stephan Zurfluh. Bildquelle: Stephan Zurfluh.
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Kandidieren wollte ursprünglich auch Dominik Gresch, Grossrat und Stadtrat von Zofingen. Der GLP-Politiker zog seine Kandidatur allerdings zurück, nachdem er mit Betreibungen wegen Steuerschulden Schlagzeilen gemacht hatte.
Regionaljournal Aargau Solothurn, 16.10.2026, 17:30 Uhr ; vonb;wilh;matb
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