Verbraucherschützer fordern nach Meta-Vergleich Konsequenzen
Verbraucherschützer nach Meta-Urteil Mehr Social-Media-Schutz auch in Deutschland
Stand: 28.08.2026 • 04:11 Uhr
In den USA hat der Facebook-Mutterkonzern nach einem Prozess um Social-Media-Sucht von Kindern Änderungen versprochen. Verbraucherschützer fordern nun auch Konsequenzen in Deutschland.
Der Milliarden-Vergleich von Meta in den USA befeuert auch in Deutschland die Debatte um Jugendschutz in sozialen Medien. Die Chefin des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Ramona Pop, sagte nach dem Vergleich, Schutzmaßnahmen wie Zeitlimits, nächtliche Sperren oder deaktivierte Benachrichtigungen könnten den Nutzungsdruck von Minderjährigen verringern.
Der Vergleich schreibt Meta unter anderem Änderungen seiner Apps für Kinder und Jugendliche vor.
Sichere Plattformen für Jugendliche
Pop betonte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aber auch, dass dies noch lange nicht ausreiche, um junge Menschen wirksam zu schützen. Kinder und Jugendliche bräuchten keine bloßen Nutzungsgrenzen, sondern Plattformen, die von vornherein sicher seien.
Plattformen müssten deshalb so gestaltet sein, dass junge Menschen geschützt sind, ohne sie von digitaler Teilhabe auszuschließen. Risikoreiche Funktionen sollten erst freigeschaltet werden, wenn Nutzerinnen und Nutzer ihre Volljährigkeit nachgewiesen haben, sagte die Verbraucherschützerin.
Meta muss knapp 16,7 Milliarden US-Dollar zahlen
Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat in einem Prozess um Social-Media-Sucht von Kindern einer Zahlung von insgesamt knapp 16,7 Milliarden US-Dollar zugestimmt. Zugleich verpflichtete sich der Konzern zu weitreichenden Änderungen. Mehrere US-Bundesstaaten hatten dem Unternehmen vorgeworfen, Kinder bewusst zu einer ausufernden Nutzung von Facebook und Instagram verleitet zu haben.
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