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Friday, October 2, 2026

«Wirklich erschreckend»: Leserin erlebt schwere Unwetter

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In Anogia bei Rethymno wurden nach Angaben des Wetterdienstes innerhalb von weniger als 24 Stunden 361 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen.

Darum gehts

  • Heftige Regenfälle auf der griechischen Insel Kreta haben einen Todesfall gefordert: Ein 79-jähriger Hirte wurde tot in einer Schlucht gefunden.
  • Die Behörden raten seit Mittwoch, Fahrten zu vermeiden; Kreta befindet sich bis Sonntag «im Zustand vollständiger Mobilisierung».
  • In Teilen der Insel fielen mehr als 150 Liter Regen pro Quadratmeter – auch die Ferieninseln Paros und Mykonos sind betroffen.

Ein Herbststurm und starke Regenfälle halten Kreta und zahlreiche Inseln der Ägäis in Atem. Ein Hirte wurde im gebirgigen Hinterland Kretas von den Wassermassen erfasst und ertrank, teilte die Feuerwehr mit. Touristen kamen bislang nicht zu Schaden, berichteten griechische Medien. Nach Angaben des griechischen Wetterdienstes (EMY) soll die Unwetterlage mit heftigem Regen und Gewittern bis Sonntag anhalten.

«Man sieht, welche Kraft die Wassermassen entwickelt haben»

News-Scout

Ein News-Scout macht derzeit Ferien in Gouves auf Kreta und ist ebenfalls von den starken Unwettern betroffen. «Was wir heute Morgen vorgefunden haben, ist wirklich erschreckend», sagt sie. Die Wassermassen hätten teilweise nicht mehr abfliessen können und ganze Bereiche überschwemmt. Strassen und Wege stünden unter Wasser, überall seien die Spuren des Unwetters zu sehen.

Mehr als 150 Liter Regen pro Quadratmeter

«Statt Sonne, Strand und Erholung erleben wir jetzt ein Wetterereignis, das man sich in den Ferien auf Kreta kaum vorstellen würde.» Die Lage vor Ort sei heftig. «Man sieht, welche Kraft die Wassermassen entwickelt haben und wie schnell sich die Situation durch solche Regenfälle verändern kann.» Sie hoffe, dass sich das Wetter bald beruhige und die Menschen vor Ort möglichst unbeschadet davonkämen.

Die kretischen Behörden raten den Menschen auf der bei Touristen beliebten Insel seit Mittwoch, wegen des Wetters Fahrten möglichst zu vermeiden. Der griechische Regierungssprecher Pavlos Marinakis sagte, in Teilen von Kreta seien mehr als 150 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Wegen des Extremwetters befinde sich die Urlaubsinsel seit Mittwoch und noch bis Sonntag «im Zustand vollständiger Mobilisierung».

Auch andere Ferienorte schwer betroffen

In Anogia bei Rethymno wurden nach Angaben des Wetterdienstes innerhalb von weniger als 24 Stunden 361 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen. An den Küsten wurden Autos ins Meer gespült, Brücken und Strassen zerstört, wie örtliche Medien berichteten. Der Boden ist vielerorts bereits gesättigt. Damit steigt die Gefahr weiterer Überschwemmungen und Erdrutsche, warnte der Zivilschutz.

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Auch der Fährverkehr ist wegen starker Winde teilweise beeinträchtigt. Die meisten Fähren blieben am Freitagmorgen in den Häfen, berichtete der griechische Rundfunk ERTNews. In der Ägäis wurden Windböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde gemessen. Auf Kreta herrscht weiterhin erhöhte Alarmbereitschaft. Alle Schulen der Insel blieben am Freitag geschlossen.

Mit Material von AFP

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Florian Osterwalder

Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.

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