Diebe mit Geschmack – Einbrecher klauen 3000 Flaschen teuren italienischen Barolo

Eigentlich geht der Konsum von Rotwein in Italien zurück – was gerade auch im Chianti-Gebiet in der Toskana die Winzer besorgt. Eine regelrechte Krise.
Doch das hält eine Diebesbande nicht davon ab, in einem anderen berühmten Weingebiet Italiens, dem Piemont, einen exklusiven und aufsehenerregenden Coup durchzuführen.
Mit Sturmhaube und Handschuhen
Was ist passiert? Wie das Lokalblatt «Gazzetta d'Alba» berichtet, drang in der Nacht zum 17. September ein Kommando von vier vermummten Männern in die Lagerhallen der Weinkellerei Conterno e Fantino in der Winzergemeinde Monforte d'Alba ein. Sie waren zuvor zu Fuss über die Weinberge gekommen und über ein ungesichertes Fenster in das Weingut eingedrungen.
Es war mitten in der Nacht. Wir haben nicht bemerkt, was vor sich ging.
Die Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie ein schwarz gekleideter Mann mit Sturmhaube und Handschuhen um 23:58 Uhr im Lager auftaucht, fachmännisch einen Gabelstapler startet und dann damit herumfährt. Auch die anderen Täter sollen sich laut den Zeitungsberichten sehr professionell bewegt haben.
Die Flaschen wurden dann auf zwei Lieferwagen des Weinguts verladen und damit abtransportiert. Von den Tätern fehlt seither jede Spur.
Ein teurer Tropfen
Die Diebe haben offenbar Geschmack: Bei den gestohlenen Flaschen handelt es sich nämlich nicht um irgendeinen billigen Fusel, sondern um einen der bekanntesten, meist gelobten und teuersten italienischen Weine der Jahrgänge 2021 und 2022. Der Gesamtwert der gestohlenen Flaschen – darunter auch Magnum- und Doppel-Magnum-Flaschen – wird auf mehrere Hunderttausend Franken geschätzt.
«König der Weine»
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Der Barolo ist ein berühmter trockener Rotwein aus dem Piemont – einer Region im Norden Italiens – mit jahrhundertealter Tradition. Manche nennen ihn auch den «König der Weine» Italiens beziehungsweise den «Wein der Könige». Das Weingut Conterno e Fantino, gegründet von den Winzern Claudio Conterno und Guido Fantino, gibt es seit 1982.
Zurück bleiben die Besitzer des Weinguts, die von der «Gazzetta d'Alba» mit den Worten zitiert werden: «Es war mitten in der Nacht. Wir haben nicht bemerkt, was vor sich ging.» Gegen einen offensichtlich so sorgfältig geplanten und bis ins Detail vorbereiteten Einbruch habe man nichts unternehmen können.
Die Polizei sucht nun insbesondere nach den beiden gestohlenen Lieferwagen, weil die Täter dort möglicherweise Spuren hinterliessen. Und die Besitzer bitten um Mithilfe: «Wenn jemand ungewöhnliche Angebote erhält, soll er sofort die Carabinieri anrufen.»
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