Tod von Antoine de Massy (29): Verdächtiger (42) wird angeklagt

- Nach dem Tod von Antoine de Massy (29) ist in Monaco ein 42-jähriger Mann angeklagt worden.
- Der Grosscousin von Fürst Albert II. wurde am Sonntag leblos in einer Grünanlage gefunden.
- Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe, für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Der Tod des erst 29-jährigen Antoine de Massy, eines Grosscousins von Fürst Albert II., erschüttert das monegassische Fürstenhaus. Er wurde am Sonntag leblos in einer Grünanlage in Monaco entdeckt. Später wurde ein 42-jähriger Mann verhaftet. Er wurde wegen fahrlässiger Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt, wie «Nice Matin» unter Berufung auf den Generalstaatsanwalt Stéphane Thibault berichtet.
Auch sind neue Details zur Todesursache von Antoine de Massy bekannt geworden: Der 29-Jährige soll nach einem mutmasslichen Sturz aus 13 Meter Höhe von einem Boulevard in den Hinterhof eines Gebäudes gestorben sein.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Der Verdächtigte bestreitet die Vorwürfe. Es handelt sich laut Ermittlungsbehörde des Fürstentums um einen Ukrainer, der seit 30 Jahren in Monaco lebt. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Die gerichtlichen Untersuchungen würden fortgesetzt, so Thibault. Ziel sei es, «den genauen Ablauf der Ereignisse zu klären, die zum Sturz von Antoine de Massy führten – neben der Vernehmung des Beschuldigten auch mithilfe technischer Analysen und Ermittlungen».
Cousin zweiten Grades von Fürst Albert
Antoine de Massy war ein entfernter Cousin von Fürst Albert II. Seine Grossmutter, Prinzessin Antoinette Grimaldi (1920–2011), war die ältere Schwester von Alberts Vater, Fürst Rainier III. (1923–2005). Antoines Vater war Baron Christian de Massy, seine Mutter Cécile Gelabale, die frühere Baronin de Massy.
Was geschah in de Massys letzten Stunden?
Antoine de Massy war von seiner Familie als vermisst gemeldet worden, nachdem er nicht zum gemeinsamen Mittagessen erschienen war. Wie die «Bild»-Zeitung unter Berufung auf eine Quelle aus Monaco berichtet, soll de Massy in der Nacht auf Sonntag im bekannten Sass’ Café gefeiert haben. Gegen drei Uhr morgens habe er das Lokal stark alkoholisiert verlassen. Ein Begleiter habe ihn zeitweise beinahe tragen müssen. Was danach passiert ist, beschäftigt nun die Ermittler. Der Fundort der Leiche befindet sich in unmittelbarer Nähe des Sass’ Café.
Das Sass’ Café gehört zu den bekanntesten Ausgehlokalen Monacos. Der exklusive Club an der Avenue Princesse Grace ist eine Mischung aus Restaurant, Piano-Bar und Nachtclub. Dort feierten bereits viele internationale Stars.
Im Mai 2025 wurden der Betreiber und ein früherer Direktor des Clubs wegen Zuhälterei und Drogendelikten zu jeweils einem Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt.
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Hier findest du Hilfe:
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
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Alessia Rambaldi (ram), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin am Newsdesk.
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