Polen: Schütze feuert in Krakau aus Auto - mehrere Tote
Die Bluttat ereignete sich auf dem Großen Ring, dem historischen Hauptmarkt in der Altstadt von Krakau. "Gegen 15.00 Uhr MEZ begann ein Mann, der mit einem Auto auf den Marktplatz gefahren war, aus dem Fahrzeug heraus wahllos auf Personen zu schießen", teilte die Polizei im Onlinedienst X mit.
Der mutmaßliche Täter wurde von Sicherheitskräften überwältigt und festgenommen. Er sei von Beamten angeschossen worden und in ein Krankenhaus gebracht worden, erklärte die Polizei auf X weiter. Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es keine Komplizen, hieß es. Der Angreifer sei polnischer Staatsbürger. Laut Augenzeugen trug er einen Helm oder eine Maske. In seinem Fahrzeug entdeckten Polizisten nach eigenen Angaben weitere Waffen und Munition.
Tote und Verletzte
Fünf Menschen seien getötet worden, gaben Sicherheitskräfte in der zweitgrößten Stadt Polens bekannt. Es gebe mindestens zehn Verletzte, sagte ein Feuerwehrsprecher. Unter ihnen seien zwei Polizisten.
Die Behörden appellierten zunächst an die Menschen in der näheren Umgebung, sich an einen sicheren Ort zu begeben.

Die Hintergründe sind noch völlig offen. Videos in den sozialen Medien zeigten, wie ein Rettungshubschrauber auf dem Platz landete.
Polens Regierungschef Donald Tusk teilte mit, er werde nach der "tragischen Schießerei" laufend über die Lage in Krakau informiert. "Die Polizei untersucht die Hintergründe und alle Umstände des Vorfalls", schrieb der liberalkonservative Politiker bei X.
Justizminister: Der Staat handelt
Justizminister Waldemar Zurek äußerte sich ebenfalls auf X. Staatsanwaltschaft und Polizei seien vor Ort, um Spuren zu sichern und die Umstände des Angriffs zu klären. "Der Staat handelt", betonte er. Er appellierte an die Öffentlichkeit, Ruhe zu bewahren. Man werde für eine strenge Bestrafung des mutmaßlichen Täters sorgen.
Krakau hat mehr als 800.000 Einwohner. Die Stadt gilt als beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind neben dem Großen Ring das Schloss auf dem Wawelhügel und die Kathedrale. Die Universitätsstadt zählt zum UNESCO- Welterbe.
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