Federers Ex-Coach hat neuen Schützling

Holte 3 Majors mit dem Maestro
Federers Ex-Coach hat neuen Schützling
Der frühere Federer-Coach Ivan Ljubicic trainiert neu Félix Auger-Aliassime. Das Duo startete diese Woche beim Masters in Shanghai.
Publiziert: vor 22 Minuten
Erfolgstrainer Ivan Ljubicic (47), der von 2016 bis zu Roger Federers Rücktritt im Jahr 2022 an der Seite des Schweizers arbeitete, hat einen neuen Schützling. Der Kroate, der eine Schlüsselrolle in Federers später Karrierephase spielte, trainiert ab sofort Félix Auger-Aliassime (26), derzeit Nummer sechs der ATP-Weltrangliste. Es ist sein erstes Trainer-Engagement seit den acht Jahren mit dem Maestro.
Ljubicic verkündete die Zusammenarbeit auf seinen Social-Media-Kanälen: «Wir legen los!» In dieser Woche begann das Duo das gemeinsame Training in Shanghai, wo Auger-Aliassime beim Masters als Nummer vier gesetzt ist. Das prestigeträchtige Turnier hat Federer selbst zweimal gewonnen, 2017 (unter Ljubicic) sogar als ältester Sieger in der Geschichte des Wettbewerbs im Alter von 36 Jahren.
Für Auger-Aliassime, der in seiner Karriere bisher neun ATP-Titel sammelte, ist Ljubicic eine neue Hoffnung. Der Kanadier hatte sich im Juli dieses Jahres von seinem langjährigen Trainer Frederic Fontang getrennt. Trotz seines Talents wartet Auger-Aliassime noch immer auf seinen ersten Grand-Slam-Titel – eine Tatsache, die ihn zunehmend frustriert. «Normalerweise kann ich mit Niederlagen gut umgehen», sagte er im Juni nach seiner Viertelfinal-Niederlage gegen Flavio Cobolli bei Roland Garros. «Aber jetzt habe ich das Gefühl, nicht der Spieler zu sein, der ich sein möchte.»
Federer-Comeback unter Ljubicic
Ljubicic bringt viel Erfahrung aus seiner Zeit mit Federer mit. Das Duo feierte 2017 eines der bemerkenswertesten Comebacks in der Tennisgeschichte, als Federer nach knapp fünf Jahren ohne Grand-Slam-Titel die Australian Open gewann – durch einen Finalsieg über seinen langjährigen Rivalen Rafael Nadal. Federers aggressivere Spielweise und seine verbesserte Rückhand, die Ljubicics Handschrift trugen, führten ihn später im Jahr zu drei weiteren Siegen über Nadal. Insgesamt betreute er Federer bei drei Major-Titeln und führte ihn zwischenzeitlich zurück auf Platz eins der Weltrangliste.
Ob Ljubicic auch für Auger-Aliassime ein «geheimes Erfolgsrezept» bereithält, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Kanadier, der in jungen Jahren als Wunderkind gefeiert wurde, hofft auf den entscheidenden Durchbruch.
Dieser Artikel ist zuerst auf sportnieuws.nl erschienen. Die holländische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.
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