Chinesische Behörden verbieten Besitz von Drohnen in Peking
Keine Drohnen in Peking: Die chinesische Regierung untersagt den Besitz von privaten Drohnen in der Hauptstadt. Besitzer haben zwei Monate Zeit, um ihre Fluggeräte aus der Stadt zu bringen oder abzugeben. Anlass für das Verbot war ein Flugunfall.
Einwohner von Peking dürfen keine Drohnen oder Teile von Drohnen besitzen oder lagern, berichtet die US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf die offizielle Pekinger Tageszeitung. Das Verbot tritt demnach am 14. November in Kraft.
Bis dahin haben die Drohnenbesitzer Zeit, ihre Fluggeräte entweder weit aus der Stadt zu bringen oder abzugeben. In letzterem Fall kauft die Regierung die Drohnen zurück und bietet dabei, abhängig vom Modell, bis zu 3000 Yuan, umgerechnet knapp 390 Euro.
Der Luftraum wird stärker kontrolliert
Zusammen mit dem Drohnenverbot erklärt die Regierung Peking zum kontrollierten Luftraum, in dem jede Form von nicht-kommerzieller Luftfahrt verboten ist. Zudem wollen die Behörden in einem Umkreis von 300 Kilometern um die Hauptstadt die Kontrollen um Luftraum verschärfen.
Anlass für die Maßnahmen war ein Unfall am 26. Juni: Seinerzeit flog ein Leichtsportflugzeug in das 108 Stockwerke hohen Citic-Gebäude. Dabei kam der Pilot ums Leben, 13 Menschen wurden verletzt. Der Pilot wich dabei von seiner festgelegten Route ab und steuerte seine Maschine absichtlich in das Hochhaus. Dabei kollidierte er beinahe mit einem Verkehrsflugzeug.
Peking ist nicht die einzige Metropole, die Drohnenflüge verbietet. Paris, Rom und Wien etwa bannen Drohnen aus der Innenstadt. Allerdings geht keine Stadt so weit wie Peking, sogar noch den Besitz zu verbieten.
Nach dem Unfall verhängte die Regierung nach Medienberichten ein landesweites Flugverbot für Leichtflugzeuge.
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