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Sunday, October 11, 2026

Benq Screenbar Max im Test: Perfektes Licht für zwei Monitore – aber hoher Preis

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Die Benq Screenbar Max leuchtet zwei Monitore auf einmal aus und klemmt dafür an der Tischplatte. Wir testen die Monitorlampe.

Benq prägt die Kategorie der Screenbars seit 2017. Alle bisherigen Modelle des Herstellers sitzen auf dem oberen Rand des Monitors und werfen ihr Licht von dort gerichtet auf den Schreibtisch. Das spart Platz und blendet nicht. An einem Arbeitsplatz mit zwei Monitoren stößt das Prinzip allerdings an seine Grenzen: Eine Leiste beleuchtet nur einen Bildschirm, zwei Leisten erzeugen in der Mitte eine Überlappungszone.

Die Max ist Benqs erstes Modell für zwei Monitore und geht dafür einen anderen Weg. Sie klemmt nicht am Monitor, sondern hinter den Bildschirmen an der Tischplatte. Ein Arm trägt den Lampenkopf über beide Monitore, der Aufbau erinnert damit eher an eine klassische Schreibtischlampe. Aus derselben Reihe stammt die Benq Screenbar Halo 2 (Testbericht) mit Puck-Fernbedienung, Ultraschallsensor und USB-C-Anschluss. An einem Doppelmonitor-Schreibtisch ersetzt die Max zwei dieser Lampen, die zusammen deutlich mehr kosten.

Die Screenbar Max kostet 269 Euro bei Amazon. Das Testgerät hat uns Benq zur Verfügung gestellt. Ob die breite Monitorlampe ihren hohen Preis rechtfertigt, zeigt unser Test.

Verarbeitung

Der Lampenkopf der Benq Screenbar Max ist 85 cm lang und besteht aus schwarz gebürstetem Aluminium. Die abgerundeten Endkappen sind zweifarbig, oben schwarz und unten grau. Vorn mittig sitzt das Benq-Logo, der Produktname ist dezent eingeprägt. Der Arm ist ein mattschwarzes Rundrohr, die Klemme aus Metall wird mit einer Rändelschraube festgezogen. Der Kopf wiegt 1041 g, Arm und Klemme bringen weitere 1644 g auf die Waage. Ohne Netzteil und Kabel kommt die Max damit auf rund 2,7 kg. Der Aufbau wirkt robust: Nichts wackelt, die Klemme ist schwer und solide.

Im Lampenkopf sitzt oben das Frontlicht hinter einem Diffusor mit schwarzen Rippen. Das Rücklicht verteilt sich auf zwei Segmente links und rechts der Aufnahme. Zwischen Arm und Kopf läuft eine zweiteilige, ausziehbare Schiene. Justieren lässt sich der Kopf nur um ±2,5 Grad.

Benq Screenbar Max Bilder

Benq Screenbar Max

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Benq Screenbar Max

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Benq Screenbar Max

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Strom bezieht die Lampe nicht per USB, sondern aus einem Netzteil mit 24 V, 1,5 A und 36 W. Das 180 cm lange Kabel aus blauem Textilgeflecht ist fest mit dem Netzteil verbunden, endet in einem gewinkelten Hohlstecker und läuft am Arm entlang nach unten.

Ihr Look wirkt industriell. Damit fällt die Max deutlich stärker auf als die Halo 2 (Testbericht) und andere Monitorlampen, die auf dem Bildschirm sitzen.

Tischklemme und Montage

Die Klemme passt an Tischplatten bis 6 cm Dicke, abgerundete Kanten schützen die Oberfläche vor Kratzern. Für Glastische empfiehlt Benq den separat erhältlichen Standfuß. Der Arm sitzt mittig hinter den Monitoren, der Kopf schwebt über beiden Bildschirmen. Die Montage ist einfach und selbsterklärend, nach 15 Minuten steht die Lampe. Damit die Klemme greift, muss der Tisch etwas von der Wand abrücken.

Die Höhe lässt sich in drei Stufen auf 55, 63 oder 71 cm einstellen und wird per Inbusschlüssel über einen Schlitz am Rohr fixiert. Benq empfiehlt bis 27 Zoll die niedrigste und von 27 bis 34 Zoll die mittlere Stufe. Über die Schiene fährt der Kopf 17,5 bis 28 cm vor den Arm, ideal sitzt er rund 5 cm vor den Monitoren. Stehen die Monitore weit vorn auf dem Tisch, reicht dieser Schiebebereich nicht.

Benq Screenbar Max

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Seitlich verschieben lässt sich der Kopf nicht. Mit einem mittig montierten Doppel-Monitorarm verträgt sich die Klemme nicht, auch eine Kabelmanagementbox kann die Montage blockieren.

Bedienung und Sensoren

Bedient wird die Max über ein Touchfeld vorn mittig am Lampenkopf. Von links liegen dort die Tasten für den Präsenzsensor, die Umschaltung zwischen Front- und Rücklicht, Helligkeit herunter und herauf, Auto-Helligkeit, Lesemodus, Farbtemperatur herunter und herauf, Favorit und Power. Ein Display zeigt die Helligkeit von Front- und Rücklicht sowie die Farbtemperatur. Die berührungsempfindlichen Tasten reagieren schnell und zuverlässig. Etwas umständlich ist die Modustaste, für den gewünschten Bereich muss man mehrfach tippen.

Front- und Rücklicht lassen sich getrennt zwischen 1 und 100 Prozent dimmen. Die Farbtemperatur gilt für beide gemeinsam und lässt sich in feinen Stufen zwischen 2700 und 6000 Kelvin wählen. Der Lesemodus setzt 4000 Kelvin und schaltet die Auto-Helligkeit zu. Im Test landete das Frontlicht dabei bei 49 und das Rücklicht bei 67 Prozent. Die Auto-Helligkeit regelt das Frontlicht über einen Sensor hinter einem runden Fenster oben mittig am Kopf.

Eine Fernbedienung liegt nicht bei, eine App gibt es nicht. Mit dem Monitor ein- und ausschalten lässt sich die Max ebenfalls nicht, da sie nicht per USB am Bildschirm hängt. Diese Aufgabe übernimmt ein Radarsensor 71 cm über dem Tisch. Er erkennt Bewegungen in 60 ± 10 cm Abstand vor dem Monitor und schaltet das Licht nach drei Minuten ohne Bewegung aus. Im Test ignoriert er Vorbeigehende und schaltet erst beim Hinsetzen ein, das Licht fährt dann sanft hoch. Per Taste lässt sich der Präsenzsensor abschalten.

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Licht

Die Helligkeit messen wir wie in jedem Test der Kategorie mit einer Smartphone-App bei 50 cm Abstand. Das ergibt keinen absoluten Wert, macht die Lampen aber untereinander vergleichbar. Die Max erreicht in der Mitte 4270 Lux und an den Rändern 2800 Lux. Die Halo 2 (Testbericht) kam unter gleichen Bedingungen auf 2600 Lux. Die Max ist damit die hellste Screenbar, die wir bisher getestet haben. Benq selbst gibt 1400 Lux im Zentrum an, gemessen bei 71 cm Höhe.

Trotz des Abfalls zu den Rändern wirkt die Ausleuchtung über beide Monitore gleichmäßig. Eine Überlappungszone wie bei zwei einzelnen Lampen gibt es nicht. Das Licht ist weich statt hart und flimmert nicht, auf unserem Monitor blendet es nicht. Dafür sorgen ein Abschirmwinkel von 36 Grad und ein Reflektor aus Aluminium.

Das Rücklicht senkt den Kontrast zwischen hellem Monitor und dunkler Wand und entlastet so in dunklen Räumen die Augen. Bei voller Leistung messen wir maximal 37,6 W, der Lampenkopf wird dabei warm.

Preis

Die Benq Screenbar Max kostet 269 Euro bei Amazon, das entspricht der UVP. Der Standfuß kostet 39 Euro extra.

Fazit

Die Benq Screenbar Max löst das Problem, das klassische Monitorlampen an Arbeitsplätzen mit zwei Bildschirmen haben. Sie leuchtet beide Bildschirme gleichmäßig aus, ohne dunkle Ränder oder doppelt helle Mitte. Mit 4270 Lux ist sie die hellste Lampe, die wir in dieser Kategorie bisher getestet haben. Trotzdem bleibt das Licht angenehm weich. Die Verarbeitung ist robust, der Radarsensor arbeitet zuverlässig und die Montage gelingt flott.

Kompromisse gibt es bei der Bedienung und der Aufstellung. Eine Fernbedienung fehlt, die Modustaste verlangt mehrfaches Tippen. Mit einem mittigen Doppel-Monitorarm verträgt sich die Klemme nicht. Und 269 Euro sind für eine Monitorlampe viel Geld.

Wer an zwei Monitoren arbeitet und hinter den Bildschirmen Platz für die Klemme hat, bekommt mit der Max die passende Lampe. An einem einzelnen Monitor ist die Benq Screenbar Halo 2 (Testbericht) die bessere Wahl. Wer weniger ausgeben will, greift zur Benq Screenbar Pro (Testbericht).

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