Viele Emotionen nach Pleite: Sabalenka rastet nach Final-Frust aus
Viele Emotionen nach Pleite
Sabalenka rastet nach Final-Frust aus
Nach einem packenden US-Open-Final muss Aryna Sabalenka den Titel und die Weltnummer 1 an Jelena Rybakina abgeben. Frustriert über die geplatzte Titelverteidigung zerstört sie ihren Schläger und sucht anschliessend nach den passenden Worten.
Publiziert: vor 16 Minuten
Aktualisiert: vor 2 Minuten
Darum gehts
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- Aryna Sabalenka verliert US-Open-Final gegen Jelena Rybakina
- Sabalenka zerstört Schläger und verliert Weltranglistenplatz 1 an Rybakina
- Nach der Partie erklärt die Belarussin ihre Emotionen
Manuela BiglerRedaktorin Sport-Desk & Respeakerin
Aryna Sabalenka (28) muss sich im Final der US Open Jelena Rybakina (27) in drei Sätzen geschlagen geben (4:6, 7:5, 2:6). Der Frust über die Niederlage wiegt entsprechend schwer. Die Belarussin zertrümmert unmittelbar nach der Partie ihren Schläger. Als sie von den Kameras eingefangen wird, wirft sie dem Kameramann ein «Verpiss dich!» entgegen.
Danach kämpft Sabalenka mit den Tränen und sucht nach passenden Worten. «Ich weiss nicht, was ich sagen soll», zeigt sie sich ratlos. «Ich bin natürlich enttäuscht, aber ich möchte Jelena zu einem unglaublichen Jahr und Turnier gratulieren. Ich wünschte, ich hätte besser gespielt. Hoffentlich im nächsten Jahr», lobt sie ihre Gegnerin.
«Wollte Aggression und Enttäuschung rauslassen»
«Es ist wirklich schwer, seine Gefühle im Zaum zu halten, wenn man im Final eines Grand-Slam-Turniers verliert und eigentlich versucht hat, den Titel zum dritten Mal in Folge zu holen», sagt Sabalenka, die in den letzten beiden Jahren in New York triumphierte und erst als dritte Spielerin nach Chris Evert und Serena Williams den Titelhattrick an den US Open hätte schaffen können. Das bleibt ihr nun verwehrt.
«Deshalb wollte ich es einfach rauslassen, denn wenn ich das nicht getan hätte – gerade jetzt, hier oder dort auf dem Platz –, hätte ich kein Wort herausgebracht oder wäre dort drüben nicht gerade freundlich geworden. Also wollte ich all diese Aggression und Enttäuschung einfach nach aussen lassen», erklärt Sabalenka ihren Ausraster, bei dem ihr Racket dran glauben musste.
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Sabalenka über Ausraster:«Sonst hätte ich kein Wort herausgebracht»
Erstmals seit 2022 ohne Grand-Slam-Erfolg
Immerhin hat Sabalenka mit dem Einzug in den Final der US Open einen weiteren Meilenstein erreicht. Als geschlechterübergreifend erste Person hat Sabalenka acht Grand-Slam-Finals auf Hartplatz erreicht. Auch wenn sie das US-Turnier am Ende nicht gewonnen hat, sorgte sie für Aufsehen. Wie bei anderen Turnieren trug sie auch in New York teuren Schmuck. Bei ihrem Erstrundensieg über Camila Osorio (24, WTA 59) wird ihr Schmuckset auf rund 400'000 Dollar geschätzt.
Die Enttäuschung über den geplatzten Traum der Titelverteidigung sitzt bei der Belarussin aber natürlich tief. Denn mit der Finalpleite im letzten Major-Turnier des Jahres ist auch klar: Sabalenka bleibt erstmals seit 2022 in einer Saison ohne Grand-Slam-Titel. Seit März, wo sie in Miami über Coco Gauff triumphierte, wartet sie auf einen Turniersieg.
Sabalenka muss Weltnummer 1 abgeben
Bereits vor dem Final stand ausserdem fest, dass ihre Finalkonkurrentin Rybakina am Montag erstmals die Weltnummer 1 von Sabalenka übernehmen wird, nachdem diese seit 21. Oktober 2024 ununterbrochen an der Spitze stand.
Etwas Trost erhält Sabalenka zumindest von ihrer Gegnerin. Rybakina bezeichnet sie in ihrem Siegerinterview als «grossen Champion». Die Kasachin freut sich nach Wimbledon 2022 und den diesjährigen Australian Open in New York über ihren dritten Grand-Slam-Erfolg.
«Ich hatte das nicht erwartet, als ich an dieses Turnier kam», zeigt sich Rybakina demütig und darf danach unter goldenen Feuerwerkfontänen den Pokal in die Höhe stemmen – während die entthronte Sabalenka sichtlich enttäuscht ihren Silberteller umklammert.
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