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Wednesday, September 30, 2026

Zoff um Superstar spitzt sich zu – Ronaldo verlässt Portugal-Camp

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  • Cristiano Ronaldo hat das portugiesische Nationalteam vorzeitig verlassen und flog per Privatjet nach Madrid.
  • Auslöser ist sein Bankplatz beim 2:1-Sieg gegen Norwegen – erstmals seit der WM 2006 blieb er in einem Pflichtspiel ohne Einsatz.
  • Verbandsboss Pedro Proença flog extra nach Kopenhagen, um zwischen Ronaldo und Trainer Jorge Jesus zu vermitteln – offenbar ohne Erfolg.

Eine Nachricht aus Dänemark erschüttert Portugals Fussball-Welt. Cristiano Ronaldo hat das portugiesische Nationalteam verlassen und soll laut Medienberichten mit seinem Privatjet nach Madrid fliegen. Der fünffache Weltfussballer reagiert so auf Äusserungen seines Nationaltrainers Jorge Jesus, der ihn gegen Norwegen zuletzt aussen vor liess. Ein vorzeitiges Ende der glorreichen Nationalmannschaftskarriere Ronaldos scheint zum derzeitigen Zeitpunkt zumindest vorstellbar.

Jesus hatte an einer Pressekonferenz am Mittwoch zwar ein versöhnendes Treffen mit Ronaldo bestätigt, liess aber durchblicken, den Superstar gegen Dänemark womöglich wieder auf der Bank zu lassen. «Ich bin der Trainer. Ich habe dem Spieler gesagt, dass er nicht spielen wird. Ich setze ihn auf die Bank. Wenn ich ihn 30 Minuten brauche, spielt er; wenn nicht, dann nicht», so der 72-Jährige mit deutlichen Worten. «Kein Spieler wird mich umstimmen. Nicht er, nicht irgendjemand im Fussball. Nicht irgendein Präsident. Niemals, absolut niemand.»

Ronaldo-Zukunft bei Portugal offen

Beim 2:1-Sieg der Portugiesen gegen Norwegen bekam Ronaldo von Jesus eine Zwangspause verordnet, die eine grosse Seltenheit darstellt. Mit Ausnahme des bedeutungslosen letzten Gruppenspiels an der EM 2008 gegen die Schweiz kam Ronaldo in jedem Pflichtspiel Portugals seit der WM 2006 stets zum Einsatz.

Nun sass der egozentrische Stürmerstar im Ullevaal Stadion in Oslo neunzig Minuten draussen und musste sogar die Schmach über sich ergehen lassen, ein Aufwärmen in der zweiten Halbzeit ohne Einsatz zu absolvieren. Zu viel für «CR7», der nach Abpfiff direkt in die Garderobe eilte, ohne sich bei den mitgereisten Fans zu bedanken.

Jesus liess Ronaldo aus taktischen Gründen draussen

Den Stellenwert Ronaldos kennend, wenig überraschend, war das Verhalten des Al-Nassr-Angreifers nach der Partie das grosse Thema bei der Pressekonferenz von Jorge Jesus. Der Nationalcoach der Lusitaner zeigte sich überrascht über Ronaldos Verhalten und argumentierte, warum er seinen Superstar auf der Bank schmoren liess.

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So könne laut Jesus von Vertrauensverlust in Ronaldo keine Rede sein. Er habe ihm im Vorfeld der Partie einen Teileinsatz in Aussicht gestellt. Doch wegen des Spielverlaufs sei es nicht opportun gewesen, im Sturmzentrum eine Änderung vorzunehmen.

CR7 lässt Team-Trainings sausen

Jesus kündigte damals noch an, mit Ronaldo das Gespräch zu suchen und ihn womöglich schon im Spiel gegen Dänemark wieder in die Startelf zu stellen. Der Captain der Seleçao selbst blieb aber seit der Posse von Oslo dem Mannschaftstraining aus fadenscheinig wirkenden Gründen fern.

Am Montag absolvierte Ronaldo anstelle des regulären Trainings mit seinen Teamkollegen eine Einheit im Stadion-Gym. Am Dienstag betrat er kurz alleine den Rasen beim Trainingsgelände in Malmö und kehrte anschliessend wieder ins Hotel zurück. Der portugiesische Verband begründet dies offiziell damit, dass das Fitnesscenter des Stadions nicht das adäquate Equipment für Ronaldos Training besitze. Ronaldo sei überdies nicht verletzt.

Portugals Verbandsboss Pedro Proença flog extra nach Kopenhagen, um zu vermitteln zwischen Jorge Jesus und Cristiano Ronaldo.

Portugals Verbandsboss Pedro Proença flog extra nach Kopenhagen, um zu vermitteln zwischen Jorge Jesus und Cristiano Ronaldo.IMAGO/HMB-Media

Die diffuse Situation rund um die lebende Fussball-Legende sorgt in Portugal für höchste Alarmstimmung. Verbandsboss Pedro Proença flog wegen der brisanten Causa extra nach Kopenhagen, um zu schlichten. Wie sich nun herausstellt, offenbar ohne das gewünschte Ergebnis,

Florian Gnägi

Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.

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