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Thursday, October 22, 2026

WhatsApp-Fake von 500.000 Usern heruntergeladen: Was Betroffene jetzt tun können

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Der Großteil an Malware landet auf Smartphones und anderen Endgeräten, wenn User Fake-Apps von dubiosen Webseiten herunterladen. Doch was, wenn sogar eigentlich geschützte Bereiche wie der Google Play Store plötzlich täuschend echte Anwendungen zeigen und sogar ins Rampenlicht stellen? So ist es jetzt bei einer App passiert, die sich als WhatsApp getarnt und so zahlreiche User in die Falle gelockt hat.

Die gefälschte WhatsApp-Anwendung wurde zunächst von einem Reddit-User entdeckt und gepostet. Die Fake-App trägt denselben Namen wie das Meta-Original und nutzt auch dasselbe Icon. Selbst auf der eigentlichen Store-Page sind Beschreibungen und Screenshots identisch. Zum Zeitpunkt der Entdeckung tauchte der WhatsApp-Fake dabei sogar vor der echten App auf, weil die Verantwortlichen dahinter Geld für ein Sponsoring ausgegeben hatten. So rückte die App auf den ersten Platz der Suchergebnisse.

Um nicht aufzufliegen, haben die Verantwortlichen hinter der Fake-WhatsApp-App einen Trick angewandt. Ihre Anwendung haben sie im Betaprogramm des Google Play Stores veröffentlicht. Dadurch können User keine öffentlichen Bewertungen abgeben. So stellten die Verantwortlichen sicher, dass sie nicht durch negative Reviews als Fake herausstechen würden.

Erkennbare Unterschiede gab es nur, wenn User genauer hinschauten. Als Entwickler war „Agment Assets sallu“ bei der Fake-Version von WhatsApp eingetragen. Zudem lag die Downloadzahl deutlich unter dem Original. Während WhatsApp von Meta mehr als zehn Milliarden Downloads verzeichnen kann, kam der Fake „nur“ auf eine halbe Million. Da es sich aber um eine potenziell schädliche App handelt, sind alle, die sie heruntergeladen haben, gefährdet.

Mittlerweile hat Google auf die Fake-App reagiert und sowohl die Anwendung selbst als auch das Entwicklerkonto aus dem Play Store geworfen. User laufen also vorerst nicht mehr Gefahr, die gefälschte WhatsApp-Version versehentlich herunterzuladen. Beim Herunterladen sollten User dennoch darauf achten, dass es sich um die Version vom Entwickler „WhatsApp LLC“ handelt und sie Bewertungen und Milliarden von Downloads zeigt.

Welchen Zweck die App genau verfolgt und welche Aktionen sie auf Endgeräten vornimmt, ist derzeit nicht klar. Google hat sich laut The Verge bislang nicht zu dem Fall geäußert. Denkbar wäre es, dass es sich um einen Infostealer handelt, der unbemerkt im Hintergrund sensible Daten sammelt und extrahiert. Oder die App ist nur ein Vehikel, um weitere Malware auf Geräte herunterzuladen.

In jedem Fall sollten alle, die die App heruntergeladen haben, sie schnellstmöglich wieder deinstallieren. Wenn ein Antivirenprogramm auf dem Smartphone verwendet wird, lohnt sich ein Scan des gesamten Geräts. Wer keines hat, kann auf Gratis-Apps von Avast oder Avira zurückgreifen. Auch wenn diese nichts finden, sollten Logins und Passwörter, die seit dem Herunterladen der Fake-App auf dem Smartphone genutzt wurden, geändert werden. Auch danach sollten Betroffene ihre Konten im Blick behalten und auf unbefugte Zugriffe achten.

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