Nach EM-Gold im Stabhochsprung – Moser: «So macht es mega Spass»

Kein Fehlversuch bis und mit dem Siegessprung über 4,80 m. Was Angelica Moser auf ihrem Weg zum zweiten EM-Titel in Birmingham zeigte, war schlicht fantastisch. Auch die Athletin selbst war – wenig überraschend – sehr zufrieden.
«Es war ein super Wettkampf, ich musste nie in den zweiten Versuch. Ich bin super happy, den Titel verteidigt zu haben. So macht es mega Spass», freute sich Moser, die Goldmedaille um ihren Hals hängend.
Diese sei deshalb sehr speziell, weil sie hier als Mitfavoritin und Titelverteidigerin angetreten war. «Der Titel in Rom kam sicher etwas überraschender», so Moser. Stolz ist sie vor allem darauf, dass sie sich vom jüngsten Rückschlag nicht habe aus der Bahn werfen lassen.
«Die Saison war super, dann habe ich in Paris einen ‹Chabis› gemacht und mir die Bänder angerissen», blickt Moser zurück. «Dass ich es jetzt hier auf die Reihe bekommen habe, ist sehr cool.» Kommt hinzu: Ihre Sprünge auf 4,85 m absolvierte die 28-Jährige mit jenem Stab, mit dem sie in Paris ihr Malheur zu verzeichnen hatte. «Das war überhaupt kein Problem, das ist ein gutes Zeichen», resümierte die Frau aus Andelfingen.
Der Druck als Motivation
Moser brachte auch nicht aus der Ruhe, dass sie jeweils nachziehen musste. Die zweitplatzierte Wilma Heltelä (FIN) konnte jeweils vorlegen, Moser zog jedes Mal nach. «Natürlich versucht man es auszublenden, doch man bekommt es schon mit. Aber ich sehe es als Motivation, auch wenn der Druck natürlich da ist», erklärte die begnadete Technikerin.
Wie man mit Druck umgeht, hat Moser in ihrer Karriere mehrfach bewiesen. Einmal mehr hielt sie diesem stand, als es zählte.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.