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Friday, October 2, 2026

Krankenkasse kostet dich ab 26 Jahren deutlich mehr

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Doppelter Prämienschock für junge Erwachsene

Krankenkasse kostet dich ab 26 Jahren deutlich mehr

Junge Erwachsene bis 25 Jahre profitieren von günstigeren Krankenkassenprämien. Mit 26 Jahren folgt dafür der doppelte Prämienschock. Der Experte erklärt, worauf Junge beim Wechseln achten sollen.

Publiziert: vor 30 Minuten

Aktualisiert: 13:05 Uhr

  • Bei der Krankenkasse gibt es verschiedene Altersstufen
  • Ab 26 Jahren wird es für junge Erwachsene teurer
  • Telmed-Modell für digitalaffine Junge geeignet

Milena KälinRedaktorin Wirtschaft

Du bist dieses Jahr 25 Jahre alt geworden? Dann kostet dich die Grundversicherung ab kommendem Jahr deutlich mehr.

Es gibt drei Alterskategorien bei den Krankenkassen: Kinder bis 18 Jahre, junge Erwachsene (18 bis 25 Jahre) und Erwachsene. Ab dem 26. Lebensjahr bezahlen also alle gleich hohe Prämien. «Das hat die Politik so entschieden, weil die Jungen einerseits weniger Budget haben, andererseits aber auch weniger Kosten im Gesundheitssystem verursachen», erklärt Felix Schneuwly, Gesundheitsexperte bei Comparis.

Der Anstieg bei den Prämien geht nicht spurlos an den jungen Erwachsenen vorbei. Wer 2025 in die letzte Alterskategorie rutschte, zahlte auf einmal über 130 Franken mehr pro Monat! Denn junge Erwachsene zahlten 2025 gemäss dem BAG im Durchschnitt 314.10 Franken Prämien pro Monat. Bei den Erwachsenen betrug die Durchschnittsprämie 449.20 Franken.

Welche Franchise? Welches Modell?

Das Sparpotenzial bei einem Wechsel ist gross. Wer per 2027 wechseln will, muss seine Krankenkasse bis Ende November 2026 kündigen und bis Ende Jahr alle offenen Rechnungen bezahlen. «Grundsätzlich decken alle Grundversicherungen dasselbe ab. Sie unterscheiden sich jedoch bei der Servicequalität – und bei der Höhe der Prämien», so Scheuwly.

Dabei muss man sich sowohl für die Höhe der Franchise als auch ein Modell entscheiden. Der Experte rät: Wenn du pro Jahr mehr als 2000 Franken für medizinische Leistungen ausgibst, lohnt sich die Mindestfranchise von 300 Franken. Bis zu diesem Betrag bezahlst du alles selbst, dann noch von jeder weiteren Rechnung 10 Prozent bis zum jährlichen Maximalbetrag von 700 Franken. Wer weniger als 2000 Franken pro Jahr für medizinische Leistungen ausgibt, kann getrost auf die Maximalfranchise von 2500 Franken setzen. Dann ist die Prämie tiefer. Die Franchisen sind bei allen Kassen gleich.

Nicht so bei den Versicherungsmodellen: Neben dem Standardmodell gibt es das Hausarzt-, HMO- und Telmed-Modell. Alternative Modelle kosten 10 bis 25 Prozent weniger als das Standardmodell. «Für digitalaffine Junge eignet sich angesichts des Hausärztemangels das Telmed-Modell. Bei kleinen gesundheitlichen Problemen können sie dann vieles direkt per App erledigen», so Schneuwly.

Zuerst vergleichen, dann wechseln

Ein Wechsel kann sich lohnen, denn einige Kassen sind für Erwachsene weniger geeignet als für Junge. Schweizweit zu den günstigeren der zwölf grössten Kassen gehören Concordia, Helsana, Sanitas, Sympany und Swica. Es kommt aber immer auf den Wohnort an. In einigen Regionen bieten kleine Kassen noch tiefere Prämien. Eher teuer wird es dagegen bei Visana, ÖKK, Atupri, Assura, KPT, Groupe Mutuel oder CSS.

Um die richtige Kasse zu finden, lohnt sich ein Blick auf die Vergleichsdienste wie Comparis oder Moneyland. Der Konsumentenschutz warnt jedoch, dass diese Portale nur die Angebote jener anzeigen, mit denen sie Verträge haben – und bietet deshalb eine eigene Vergleichsplattform.

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