Gefechte im Jemen: Militärkreise: Vorrücken der Huthi an zwei Fronten verhindert

Gefechte im JemenMilitärkreise: Vorrücken der Huthi an zwei Fronten verhindert
17.09.2026, 13:04 Uhr
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Im Jemen geht die Regierung weiter gegen den Vormarsch der Huthi-Miliz vor. Betroffen ist dabei auch die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Tausende Menschen müssen wegen der Kämpfe fliehen.
Die Kämpfe zwischen Huthi-Rebellen und der international anerkannten und von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Jemen gehen unvermindert weiter. Seit der Nacht konzentrieren sich die Gefechte auf den Westen der Provinz Tais, nahe der Meerenge Bab al-Mandab, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Militärkreisen im Umfeld der Regierungstruppen erfuhr. Die bergige Provinz Tais ist von strategischer Bedeutung für die Beherrschung der Küste, die von den Huthi-Rebellen kürzlich erobert wurde.
Demnach gelang es der Regierung - unter anderem mit Hilfe von Luftschlägen -, das Vorrücken der Huthi an zwei Fronten zu verhindern. Dabei seien Dutzende Rebellen getötet oder verwundet worden. Eine Huthi-Drohne sei nahe der Meerenge abgeschossen worden, hieß es weiter. In der Region Tais mussten nach Schätzungen der Regierung 67.000 Menschen wegen der Kämpfe aus ihren Häusern fliehen.
Huthi-Medien berichteten wiederum von Luftangriffen durch saudische Kampfflugzeuge in den Provinzen Tais und Haddscha. Demnach wurden unter anderem drei Sendemasten angegriffen. Zudem seien bei weiteren Angriffen im Nordwesten des Landes ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden. Die Angaben beider Seiten konnten nicht unabhängig überprüft werden. Insgesamt wird von mehr als 125.000 Menschen ausgegangen, die seit Beginn des Monats durch die Kämpfe in die Flucht getrieben wurden.
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hatte in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien.
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