«Sie hat gelitten»: Trump legt Pressesprecherin Rücktritt nahe

- US-Präsident Donald Trump hat seiner neuen Pressesprecherin Katie Zacharia einen Rücktritt nahegelegt.
- Fox News berichtet, Zacharia sei «daran auszuscheiden», die New York Times spricht von «gefeuert».
- Ihr erster Auftritt vor der Presse war von Versprechern geprägt, später räumte sie Lügen über ihre Qualifikation ein.
US-Präsident Donald Trump hat seiner gerade erst angetretenen neuen Pressesprecherin Katie Zacharia nach eigenen Angaben nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken. «Ich habe zu ihr gesagt: Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen. Denk darüber nach, aber ich würde es mir noch einmal überlegen», erzählte er Reportern vor dem Weissen Haus. Ob Zacharia im Amt bleibe, wolle er ihr selbst überlassen.
Wie Fox News gestützt auf Aussagen einer Quelle aus dem Weissen Haus berichtet, sei Zacharia «daran, aus dem Amt auszuscheiden». Was das genau bedeute, wurde nicht näher erklärt. Die New York Times berichtet unter Berufung auf drei Quellen aus dem Weissen Haus, dass die Pressesprecherin «gefeuert» wurde.
«Sie hat wirklich gelitten»
Zacharia sei von den Medien in den vergangenen Tagen sehr schlecht behandelt worden, beklagte Trump. «Sie hat in den vergangenen Tagen gelitten», sagte er. Er habe sie deshalb gefragt, ob sie sich das wirklich antun wolle. «Vielleicht ist das nichts für sie», räumte er ein. Er wolle lediglich, dass sie glücklich sei, und werde ihre Entscheidung unterstützen. Er wolle bald erneut mit ihr sprechen.
Zacharia hatte erst vor wenigen Tagen das Amt übernommen. Ihr erster Auftritt vor der Presse war vor allem durch Versprecher und ein ungewöhnlich schnelles Ende nach nur wenigen Fragen aufgefallen.
Anschliessend geriet sie wegen Zweifeln an ihren beruflichen Qualifikationen unter Druck. Die Absolventin einer US-Jurafakultät hatte US-Medien zufolge wiederholt eine Anwaltsbezeichnung genutzt, obwohl sie die entsprechende Zulassung dafür nicht bestanden hatte. Dies räumte sie inzwischen selbst ein.
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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