Folge des trockenen Sommers – Trockene Wälder: Worauf Sie beim Spaziergang achten müssen

Kann man derzeit ohne Gefahr in den Wald? Die Gefahrenlage im Wald ist abhängig vom Zustand der Bäume. Laut Christoph Niederberger, dem Direktor vom Verband Wald Schweiz, ist es wichtig, sich auf offiziellen Waldwegen und -strassen aufzuhalten. Waldbesucherinnen und Waldbesucher sollten spezifische Informationen beachten und sich vor Ort über die Situation informieren, etwa beim örtlichen Forstdienst. Einzelne, besonders gefährdete Waldabschnitte seien derzeit aus Sicherheitsgründen geschlossen. Diese Verbote müssten im eigenen Interesse strikt eingehalten werden – gleichzeitig appellieren die Verantwortlichen stark an die Eigenverantwortung der Besuchenden.
Zudem gelten die üblichen Grundsätze wie immer: Auf den Wegen bleiben, die Natur respektieren und wie erwähnt allfälligen Informationen der Forstbehörden nachkommen.
Wie sollte man sich verhalten? Laut Wald Schweiz ist es aktuell oberste Pflicht, sämtlichen Anweisungen des Forstdienstes Folge zu leisten. Dies gelte einerseits mit Blick auf die extreme Trockenheit und die damit verbundenen Gefahren. Andererseits habe vielerorts bereits die Holzschlag-Saison begonnen, bei der die Anweisungen der Forstbetriebe ebenfalls strikt befolgt werden müssten. Niederberger sagt: «Zudem gelten die üblichen Grundsätze: Auf den Wegen bleiben, die Natur respektieren und wie erwähnt allfälligen Informationen der Forstbehörden nachkommen.»
Wie erkennt man Gefahr? Gemäss Wald Schweiz lässt sich der extreme Trockenstress derzeit besonders gut an den Buchen ablesen: Ihre Kronen sind oft komplett dürr, Blätter und Rinde zeigen sich bräunlich verfärbt. Hier besteht – vor allem bei Wind – akute Abbruchgefahr für Äste oder ganze Kronenteile. Das Gleiche gilt für dürre Einzeläste. Die Experten von Wald Schweiz empfehlen jedoch, die genaue Diagnose den Forst-Fachleuten zu überlassen. Waldbesucherinnen und Waldbesucher sollten schlicht sehr aufmerksam sein und den Wald bei stärkerem Wind konsequent meiden.
Wo ist es am Schlimmsten? Nach dem extremen Hitzesommer 2026 zeigt sich in der ganzen Schweiz eine aussergewöhnliche Lage: Der Wald hat in allen Landesregionen und auf sämtlichen Höhenstufen gelitten. Wald Schweiz verweist jedoch auf besonders stark betroffene Hotspots wie den Jura Südfuss. In diesen Regionen hätten neben der anhaltenden Trockenheit auch die kargen Kalkböden die ohnehin kritische Entwicklung der Bäume massiv verschlimmert.
Wann wird sich die Gefahr legen? Bezüglich der weiteren Entwicklung in naher Zukunft herrscht auch bei Wald Schweiz grosse Unsicherheit. Aktuell würden alle Massnahmen im Zeichen der Sicherheit für das Forstpersonal und die Bevölkerung liegen. Sorge bereitet dem Verband zudem ein drohender, starker Befall durch den Borkenkäfer, der zu grossflächigen Zwangsholzungen führen dürfte. Gegen die ausgetrockneten Böden hilft laut den Experten nur ausgiebiger Regen, während ein kalter Winter nötig wäre, um die Ausbreitung des Borkenkäfers einzudämmen. Wald Schweiz betont jedoch, dass die erfahrenen Forstdienste die Lage genau beobachten, um zum richtigen Zeitpunkt die nötigen Schritte einzuleiten.
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