ESPN'This one hurts': How are Cowboys reacting to third straight 1-2 start?PunchAtiku faults FG over fresh $1.5bn World Bank loanThe Jerusalem PostLikud election candidate Bonzel says he wishes former hostage were 'returned to Hamas,' apologizesInquirerCamarines Sur placed under state of calamity over dengueESPN DeportesSemana 3 NFL: De la A a la Z, según el Gurú de las DiagonalesRadio TimesTop 10 Picks of the Day – Friday 2 OctoberScreen RantGod of War Laufey - Release Date, Preorders, Price, & PlatformsLa PresseAllégations de racisme au SPVM | Le dossier transmis au DPCPIl Sole 24 OreUstica, la Francia pronta a collaborare, pm verso ritiro archiviazioneسكاي نيوز عربيةمسؤول: محادثات أميركية إيرانية مرتقبة بوساطة قطريةFotogramas'Monstruo' recupera el vuelo en Netflix con una temporada 4 cautivadora, pero sigue lejos de la brillantez de 'Dahmer'SportstarVozinha, FIFA World Cup hero of Cape Verde, opens up consequences of fame after FWC 2026
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, September 28, 2026

KI-Strategie: Europa soll den Wettlauf um Frontier-Modelle aufgeben

Translate

Die EU steht vor einer Neuausrichtung ihrer Digital- und Wirtschaftspolitik bei Künstlicher Intelligenz. Der KI-Berater der EU-Kommission, Jim Hagemann Snabe, fordert einen pragmatischen Kurswechsel, wie Politico unter Berufung auf interne Dokumente berichtet: Europa müsse aufhören, den USA und China bei führenden Basis- und Frontier-Modellen nachzujagen. Stattdessen müsse KI möglichst schnell in der europäischen Wirtschaft zum Einsatz kommen, um die Produktivität in Europa nachhaltig anzukurbeln.

Diese Strategie präsentierte Snabe laut dem Bericht Anfang September vor den 27 EU-Kommissaren. Präsidentin Ursula von der Leyen ernannte den Ex-SAP-CEO im Juli zum Sonderbeauftragten der EU für industrielle KI, was aufgrund seines Stallgeruchs für Kritik sorgte. Sein Mandat reicht von Rechenzentren über Chips bis zu Branchenmodellen und Industrieanwendungen. KI sieht er vor allem als Chance, um das Wachstum in Gesundheit, Landwirtschaft, Verkehr und Industrie zu beschleunigen.

Von der Leyen stützt diesen Kurs. In ihrer jüngsten Rede zur Lage der Union betonte sie, Europa müsse sich weniger darauf konzentrieren, die mächtigsten KI-Modelle zu entwickeln. Entscheidend sei, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen der Technologie zu steigern sowie ihre Risiken zu beherrschen.

Für den angepeilten Kurs sollen konkrete Anwendungsfälle identifiziert und Hürden abgebaut werden. Die Rede ist von Erleichterungen für Tests autonomer Fahrzeuge, sicheren Datenräumen für personalisierte Medizin sowie digitalen Assistenten für die Landwirtschaft.

Auf der Agenda steht in Brüssel auch die Frage, welche Entwicklungen durch KI möglich werden könnten, die bislang als unbezahlbar oder gar nicht machbar gelten. Sinkende Kosten für kognitive Arbeit könnten weitreichende Veränderungen auslösen. Zugleich soll KI helfen, die von Mario Draghi angemahnten Reformen angesichts des demografischen Wandels, schwächerer Handelsbeziehungen und veralteter Infrastruktur voranzutreiben.

Trotz des neuen Fokus warnt Snabe vor einer Abhängigkeit von ausländischen Anbietern. Europa müsse sicherstellen, dass heimische Firmen eigene Ideen hervorbringen, erproben und skalieren könnten. Ein erheblicher Teil der Wertschöpfung müsse in Europa verbleiben.

Bis Dezember will die Kommission den KI-Einsatz in Wirtschaftszweigen erfassen. Snabes Team prüft Pilotprojekte und die Infrastruktur, um bis Jahresende ein Maßnahmenpaket vorzulegen. Ein endgültiger Strategieplan soll Anfang 2027 folgen. Der EU-Abgeordnete Axel Voss (CDU) warf der Kommission derweil vor, nicht schnell genug auf die technologische Entwicklung zu reagieren und den AI Act nicht energisch genug durchzusetzen. Er fordert klare Haftungsregeln für KI-Schäden.

View the original on heise online →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.