Zwei Klubs sind dank Zuckerbrot und Peitsche zurück auf Kurs

Rappi-Trainer Johan Lundskog hat nicht den Ruf, sein Team mit übertrieben harter Hand zu führen. Doch nach fünf Niederlagen und der zweiten gegen Biel in Folge reagiert der Schwede und schickt den langjährigen Nati-Stürmer Fabrice Herzog, der die Erwartungen seit seinem Wechsel aus Zug noch nicht erfüllen konnte, ebenso auf die Tribüne wie Verteidiger Igor Jelovac und Stürmer Valentin Hofer. Solche Massnahmen können auch zum Bumerang werden, wenn die Reaktion und das Resultat ausbleiben. Doch gegen Ambri gewinnen die Lakers zu Hause 6:3 und doppeln tags darauf im Kellerduell gegen Kloten (2:1) nach. Dabei überzeugt besonders Goalie Melvin Nyffeler, der bisher eine gebrauchte Saison hatte. Ihm scheint es geholfen zu haben, dass ihm CEO Markus Bütler am Morgen an die guten Zeiten erinnert und ihm gesagt hatte, dass er an ihn glaube. «Das waren die Worte, die ich gebraucht habe in diesem Moment», so der 31-jährige Keeper bei MySports.
Gewinner: Christian Dubé
Auch in Biel werden mit Zuckerbrot und Peitsche bessere Ergebnisse erzielt. Die Seeländer gewinnen erst zum zweiten Mal in Folge gegen die Lakers und reagieren dann mit einem 5:0-Heimsieg gegen Zug auf die Pleite in Fribourg (3:6). Trainer Christian Dubé krempelt einerseits die Sturmlinien um, andererseits gibt er Goalie Harri Säteri, der gegen den Meister nur 79,9 Prozent der Schüsse auf sein Tor abwehrte, erneut eine Chance. Der Finne dankt es ihm mit einem Shutout. Auch Fabio Hofer ist mit zwei Toren und einer Vorlage einer der Matchwinner. Den Österreicher mit Schweizer Lizenz hatte Dubé nach einem groben Bock gegen Lugano unter die Wolldecke gesteckt.
Verlierer: Servette
Servette wird von der Verletzungshexe so richtig bös gepeinigt. Nach Markus Granlund, Sakari Manninen, Vili Saarijärvi und neu Adam Boqvist (3 bis 4 Wochen out) muss gegen die ZSC Lions auch Jan Rutta nach dem Warm-up Forfait geben. So kassieren die Genfer, die in den letzten Wochen den Absenzen noch trotzten, mit nur zwei Ausländern gegen den ZSC (1:5) die vierte Pleite in Folge.
Gewinner: Philip Wüthrich
Bei den beiden Siegen der abgelaufenen Woche gegen Fribourg und Ajoie steht Philip Wüthrich bei Ambri im Tor, dazwischen bei der Schlappe in Rapperswil-Jona Ersatzmann Gilles Senn. Mit Wüthrich zwischen den Pfosten hat das Team von Jussi Tapola sieben von elf Partien gewonnen. Der Berner, dessen Vertrag Ende Saison ausläuft, ist einer der Gründe dafür, dass sich Ambri sensationell als erster Verfolger von Leader ZSC etabliert hat.
Verlierer: Gewalttätige Fans beim Romand-Derby
Man sollte meinen, dass die Zuschauer des packenden Derbys zwischen Lausanne und Fribourg (2:0) am Samstag zu den Gewinnern zählen. Doch nach Spielschluss kommt es unter Ultras beider Teams auf den Rängen und danach am Bahnhof Prilly/Malley zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Polizei sucht nun nach Zeugen. «Das ist keine gute Werbung fürs Eishockey. Ich wäre nicht glücklich, wenn ich als Vater mit meinem Kind am Spiel gewesen wäre», sagte Meistermacher Roger Rönnberg.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 15 | 29 | 39 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 15 | 3 | 27 | |
3 | SC Bern | 14 | 6 | 25 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 15 | 14 | 24 | |
5 | Genève-Servette HC | 16 | -9 | 24 | |
6 | Lausanne HC | 17 | -1 | 24 | |
7 | SCL Tigers | 16 | 3 | 23 | |
8 | HC Ajoie | 16 | -2 | 22 | |
9 | HC Davos | 16 | -8 | 21 | |
10 | EV Zug | 10 | 9 | 19 | |
11 | HC Lugano | 15 | -4 | 19 | |
12 | EHC Biel | 15 | -3 | 19 | |
13 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 16 | -15 | 17 | |
14 | EHC Kloten | 16 | -22 | 15 |
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